Riess-Passer will "mehr Flexibilität im öffentlichen Dienst"

15. August 2001, 22:28
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Pragmatisierung soll eingeschränkt werden, Überstunden abgebaut

Jahresarbeitszeitmodelle sollen Staat teure Überstunden ersparen Wien - Vizekanzlerin Riess-Passer (F) will die Arbeitszeit von Beamten flexibilisieren, damit dem Staat teure Überstunden erspart werden können. In der " Presse" trat Riess-Passer für sogenannte Jahresarbeitszeitmodelle ein.

Nach den Pflichtschullehrern will die für die Beamten zuständige Vizekanzlerin 2002 in weiteren Bereichen im Staatsdienst flexiblere Arbeitszeiten einführen. Im Koalitionsabkommen wird das Sparziel bei dieser Maßnahme mit insgesamt 1,2 Milliarden Schilling für den Bundesdienst beziffert. Diese Kostensenkung solle ein "Dauereffekt" sein.

Riess-Passer erklärte, dass eine Arbeitsgruppe spezifische Jahresarbeitszeitmodelle für einzelne Gruppen im öffentlichen Dienst erarbeiten solle. Im Herbst will sich Riess-Passer die Ergebnisse anschauen. Ende Oktober will sie außerdem das bisher heftig umkämpfte Maßnahmenpaket mit den Ländern für die Verwaltungsreform fertig stellen.

Im Laufe dieser Legislaturperiode hat sich Riess-Passer auch noch eine Reform der Besoldung im öffentlichen Dienst - stärkere Orientierung an der Leistung - zum Ziel gesetzt: Die Anfangsgehälter sollen für neue Bedienstete erhöht werden, die Gehaltskurve dann aber weniger stark steigen als bisher. "Das geht Hand in Hand mit der Frage der Pragmatisierung", die nach den Vorstellungen Riess-Passers auf Kernbereiche eingeschränkt werden soll. (APA)

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