Israelischer Sicherheitsminister will Orienthaus besetzt halten

15. August 2001, 22:17
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Palästinenser-Vertretung für mindestens halbes Jahr gesperrt

Jerusalem - Der israelische Sicherheitsminister Uzi Landau will das Orienthaus in Ostjerusalem bis auf weiteres besetzt halten. Solange Israel keine Gewissheit habe, dass das Gebäude nicht für "illegale Aktivitäten" genutzt werde, werde das Haus nicht an die Palästinenser zurückgeben, sagte Landau am Mittwoch in Jerusalem. Das Orienthaus sei für sechs Monate geschlossen. "Notfalls" werde er diese Frist um ein halbes Jahr verlängern.

Was Israel genau unter "illegalen Aktivitäten" versteht, sagte der Minister nicht. Die israelische Polizei hatte in der Nacht auf Freitag das Orienthaus besetzt, das der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) als inoffizielle Vertretung in Ostjerusalem dient. Die Schließung des Gebäudes löste international und in der israelischen Regierung heftige Proteste aus. Die Maßnahme erfolgte unmittelbar nach einem verheerenden Selbstmordanschlag in Jerusalem mit 15 Toten´. (APA/AP)

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