Japanische Forscher fertigten Stierskulptur in der Größe eines Blutkörperchens

21. August 2001, 12:50
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Neue Möglichkeiten zur Produktion von Nanomaschinen

London - Japanische Forscher haben eine winzige Stierskulptur in der Größe eines roten Blutkörperchens modelliert. Die mit Lasern aus einem speziellen Harz gefertigte, nur einen hundertstel Millimeter kleine Skulptur stellt das Team um Satoshi Kawata von der Universität Osaka in der britischen Fachzeitschrift "Nature" (Bd. 412, S. 697) vor.

Das von den Forschern verwendete neue Verfahren soll die Herstellung viel kleinerer dreidimensionaler Strukturen als bisher ermöglichen und damit neue Möglichkeiten zur Produktion so genannter Nanomaschinen eröffnen.

Die Forscher schickten zwei Laserstrahlen in eine Lösung aus Urethan-Acrylat und einem auf Licht reagierenden Stoff. Am Kreuzungspunkt der beiden Strahlen war die Energie ausreichend, um das Harz erhärten zu lassen. Computergesteuert konnten sie so die Stierskulptur und andere Modelle wie etwa eine ebenso winzige Spiralfeder herstellen. Langfristiges Ziel der Forschungen ist unter anderem die Produktion winziger Maschinen, die künftig etwa in die Blutbahn gespritzt werden und dort Gerinnsel beseitigen könnten. (APA/dpa)

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