Kaschmir: Zehn Tote am indischen Unabhängigkeitstag

15. August 2001, 16:05
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Indien: Kaschmir-Frage friedlich mit Pakistan lösen - Islamabad soll Unterstützung für Separatisten beenden

Neu-Delhi - Bei Unruhen am indischen Unabhängigkeitstag sind in Kaschmir mindestens zehn Menschen getötet worden. Im indischen Teil Kaschmirs in der Nähe der Stadt Jammu hätten militante Moslems fünf Menschen erschossen, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Der indische Premierminister Atal Vajpayee hatte zuvor in einer Rede Pakistan aufgefordert, den Kaschmir-Konflikt friedlich zu lösen.

Indiens Ministerpräsident Atal Behari Vajpayee sagte in einer Ansprache zum Unabhängigkeitstag: "Wir werden nichts unversucht lassen, um den von Pakistan unterstützten Terrorismus auszumerzen."

Vorerst keine Einigung in Kaschmir-Frage

Pakistan verneint, die Separatisten logistisch und mit Waffen zu unterstützen. Im Juli war ein Gipfeltreffen zwischen Indien und Pakistan gescheitert. Vajpayee und Pakistans Präsident Pervez Musharraf hatten ihre Gespräche ohne eine Abschlusserklärung beendet. Seitdem haben die Spannungen in der Himalaya-Region zugenommen. Mindestens 150 Menschen wurden dabei getötet.

Der indische Premierminister Atal Behari Vajpayee hat Pakistan zu einer friedlichen Lösung der Kaschmir-Frage aufgefordert. In seiner Rede zum indischen Unabhängigkeitstag verlangte Vajpayee, dass Pakistan seine Unterstützung für die moslemischen Rebellen in Kaschmir stoppt.

Indien und Pakistan haben seit 1947 drei Kriege gegeneinander geführt, zwei davon um Kaschmir. Als Großbritannien 1947 den indischen Subkontinent in die Unabhängigkeit entließ und die mehrheitlich moslemisch besiedelten Gebiete den neuen Staat Pakistan bildeten, optierte der Maharadscha von Kaschmir, Hari Singh, für den Beitritt seines Fürstentums zur Indischen Union. (APA)

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