"Nationale Albanische Armee" kämpft weiter für "Großalbanien"

15. August 2001, 14:30
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Gruppe weigert sich Waffen abzugeben

Skopje - Im Gegensatz zur "Nationale Befreiungsarmee" (UCK) will die Splittergruppe "Nationale Albanische Armee" (AKSh) in Mazedonien nicht die Waffen abgeben, sondern weiterkämpfen. Mit unversöhnlichen Worten hat die Gruppierung jegliche Einigung mit der mazedonischen Regierung abgelehnt und die Fortsetzung ihres Kampfes für ein "Großalbanien" angekündigt. "Die Albaner haben das Recht, auf ihrem historischen, geographischen und ethnischen Raum zusammenzuleben", heißt es in einer AKSh-Erklärung.

Nach bisherigen Erkenntnissen verfügt die Gruppe über Mitglieder in den Hauptstädten Mazedoniens und Albaniens, Skopje und Tirana, sowie im Kosovo. Offenbar rekrutierte sich die Rebellengruppe aus früheren Kämpfern der offiziell aufgelösten "Kosovo-Befreiungsarmee". Nach Angaben des Balkanexperten Tim Ripley trat die AKSh erstmals im Jahr 2000 in Erscheinung, als sie sich verschiedener Entführungen und Morde an mazedonischen Sicherheitskräften bezichtigte. Eine Zeitlang verschwanden die Rebellen dann in der Versenkung.

Anfang August machte die AKSh wieder auf sich aufmerksam: Sie bekannte sich zu mehreren tödlichen Angriffen auf mazedonische Sicherheitskräfte. "Die sind eine Bande von Spinnern", lautet der Kommentar eines hochrangigen Diplomaten. Es gebe keine triftigen Beweise, dass die Organisation "ernsthaften Ärger" machen könne. (APA/AFP)

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