USA: Das Feuer wütet an der Westküste weiter

20. August 2001, 16:31
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Lage weiterhin kritisch - Feuerwehr an der Grenze der Kapazitäten

San Francisco - Die Brände im Westen der USA haben sich weiter ausgebreitet. Zwar konnten einige große Feuer gelöscht werden, doch zehn neue brachen aus. Wie die Nationale Behörde für Feuerbekämpfung mitteilte, brannten am Montag 40 große Feuer, viele davon in den Bundesstaaten Oregon und Washington. 27.100 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Rund 154.000 Hektar Wald- und Buschland standen in Flammen.

Erfolge in Washington

In Washington erzielten die Löschmannschaften nach Angaben der Behörde einige Erfolge bei der Bekämpfung der Brände, die die im bayerischen Stil erbaute Touristenstadt Leavenworth bedrohten. In ihrer Umgebung waren am Wochenende zahlreiche Häuser evakuiert worden. 990 Feuerwehrleute stemmen sich dort gegen eine Ausbreitung der Flammen. Inzwischen haben sie um 120 Mann Verstärkung gebeten. Am Dienstag werden zwölf Kanadier von der Spezialeinheit "Hotshots" erwartet.

Trotzdem ausgebucht

Leavenworth hat sich dem deutschen Brauchtum verschrieben und ist damit eine große Attraktion für Reisende. Die Touristen zeigten sich nach Angaben der Handelskammer bisher von der Feuergefahr unbeeindruckt. Die Hotels seien am Wochenende ausgebucht gewesen.

Weitere große Brände wurden aus Oregon gemeldet. Auch in Nevada brachen mehrere neue Brände aus. Mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgten die Behörden zudem die Entwicklung im Bundesstaat Wyoming. Insgesamt sei eine Ausbreitung des Feuers nach Osten registriert worden, sagte eine Sprecherin. (APA/Reuters)

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