VolxTheater-Mitglieder am Heimweg

15. August 2001, 09:58
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Österreichs Rolle bei der Kriminalisierung der Karawane klären

Brenner/Wien - Die 13 österreichischen Mitglieder der VolxTheater- Karawane, die Dienstag Abend in Italien freigelassen worden sind, befanden sich in den frühen Morgenstunden auf dem Weg nach Wien. Ein U-Richter hatte am Abend in Genua den Enthaftungsanträgen stattgegeben. In der Nacht wurden die AktivistInnen über die Brennergrenze nach Österreich abgeschoben.

Die Enthaftungsanträge der übrigen drei noch inhaftierten Österreicher wurden wegen Formfehlern zurückgewiesen, sollen aber noch in dieser Woche behandelt werden. Nach der Überstellung nach Österreich gab es berührende Begrüßungsszenen zwischen den freigelassenen AktivistInnen und ihren Bekannten, die bereits auf sie warteten. Die Gruppe brach danach mit zwei VW-Bussen nach Wien auf.

Die Sprecherin der Karawane, Birgit Hebein, erklärte nach der Enthaftung, nun müsse "die Rolle Österreichs bei der Kriminalisierung der Karawane" geklärt werden. Anlässlich des zweiten Haftprüfungstermins sei "erneut" deutlich geworden, "dass in den Untersuchungsakt von österreichischer Seite de facto nur belastendes Material zur Karawane eingegangen war".

Die Staatsanwaltschaft Genua hatte den GlobalisierungsgegnerInnen im Zusammenhang mit den Ausschreitungen während des G-8-Gipfels Vandalismus, Plünderung und Verbindungen zur Anarchistengruppe "Black Block" vorgeworfen.

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    derstandard.at
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