Pröll sieht sich nicht als Wegbereiter von Schwarz-Rot

14. August 2001, 22:37
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Verhältnis zur FPÖ bezeichnet er als geradlinig und konsequent

Wien - Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll will seine guten Kontakte zu Wiens Bürgermeister Michael Häupl (S) nicht dahingehend interpretiert wissen, dass er als Wegbereiter für Schwarz-Rot nach der nächsten Nationalratswahl fungiere. Das sagte Pröll in einem Dienstag Abend von der "Zib 2" ausgestrahlten Interview.

"Gott sei Dank" gebe es in dieser konfliktreichen Zeit Menschen, die über Parteigrenzen hinweg miteinander arbeiten könnten, so Pröll. Das gemeinsame Anliegen sei die Ostregion.

Nicht weiter auf eine negative Aussage festlegen lassen wollte sich Pröll bei der Frage nach seinem Verhältnis zur FPÖ. Er habe ein "sehr geradliniges und konsequentes Verhältnis", betonte er. Der niederösterreichische Landeshauptmann hatte sich in der Vergangenheit immer wieder negativ über die Freiheitlichen geäußert. Abgeschwächt hat Pröll am Dienstag auch seine Aussage, wonach man Kärntens Landeschef Jörg Haider (F) nicht zu ernst nehmen solle. Er habe nie behauptet, dass man Haider nicht ernst nehmen solle, sondern er habe "schlicht und einfach festgestellt, wenn man ständig droht, ist die größte Gefahr vorbei".

Regierung und Länder sieht Pröll in letzter Zeit "in eine Konstruktivität" hineingekommen, die in der Vergangenheit nicht immer selbstverständlich gewesen sei. In der Phase der Verwaltungsreform sei dieses gute Zusammenspiel allerdings auch wichtig. (APA)

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