Millionen Afrikanerinnen verwenden hautbleichende Mittel

14. August 2001, 19:31
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Uganda verbietet jetzt die schädlichen Tinkturen

Kampala - In Uganda sollen gefährliche hautbleichende Mittel verboten werden, mit denen viele dunkelhäutige Frauen ein propagiertes Schönheitsideal hellerer Haut zu erlangen versuchen. Ein entsprechendes Gesetz sei vorbereitet und werde in naher Zukunft in Kraft treten, bestätigte Eve Kasirye-Alemu von der zuständigen Verbraucherschutzbehörde am Dienstag in Kampala. Zudem solle eine landesweite Aufklärungskampagne gestartet werden, die auf die Gefährlichkeit der Mittel hinweisen solle.

Toxische Substanzen

Millionen Afrikanerinnen benutzen die Cremes und Seifen, die meist hochgiftiges Quecksilber enthalten sowie den Stoff Hydrochinon, der auch als fotografischer Entwickler dient. Bei wiederholter Verwendung führen diese Mittel zunächst zu Juckreiz, Blasenbildung und Ausschlag. Langfristig können sie Nierenversagen oder Hautkrebs verursachen und somit tödlich wirken. Doch auch wenn diese Folgen ausbleiben ist die bleichende Wirkung meist nur vorübergehend. Auf Dauer kann die Haut bisweilen auch dunkler werden als zuvor.

Sowohl Uganda als auch Kenia und Tansania erließen bereits Verkaufsverbote gegen die gesundheitsschädlichen Mittel. Mangels wirksamer Kontrollen kehrten die Produkte aber immer wieder in die Geschäfte zurück. Kasirye-Alemu versicherte, dieses Mal würden die notwendigen Mittel zur Durchsetzung des Verbots bereitgestellt.
(Reuters)

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