Kanada verbietet "leicht" und "mild" auf Zigarettenschachteln

14. August 2001, 15:32
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Tabakindustrie will gegen das neue Verbot klagen

Toronto - In Kanada dürfen Zigarettenschachteln künftig nicht mehr die Angaben "leicht" oder "mild" enthalten. Gesundheitsminister Allan Rock begründete das Verbot damit, dass solche Worte zum Rauchen verleiteten, berichtete die Zeitung "Globe and Mail" am Dienstag. "Viele denken, dass das Rauchen leichter oder milder Zigaretten besser für ihre Gesundheit ist, doch das ist falsch."

Zigarettenkonsum eindämmen

Mit immer neuen Zwangsverordnungen bemühen sich die Bundesregierung sowie Provinzregierungen Kanadas, den Zigarettenkonsum einzudämmen. In Teilen des Landes müssen auf den Packungen Bilder von menschlichen Organen abgebildet sein, die von Krebs befallen sind. Fast überall müssen Warnungen vor den gesundheitlichen Risiken mindestens die Hälfte der Zigarettenschachtel einnehmen.

Tabakindustrie will klagen

Die Tabakindustrie will gegen das neue Verbot klagen. Angaben wie "leicht" oder "ultraleicht" ermöglichtem dem Verbraucher eine schnellere Orientierung als die reine Nennung des Nikotin- und Teergehalts, erklärte ein Sprecher. Das Gesundheitsministerium hingegen verweist auf eine Studie, wonach es Zigarettenherstellern gelungen sei, Raucher mit den vermeintlich weniger schädlichen Leicht-Sorten vom Nikotin-Ausstieg abzuhalten. (APA/dpa)

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