ARBÖ fordert Ausbau auf zwei Röhren

14. August 2001, 14:56
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"Mittel für sicheren Straßenbau und damit für die Verkehrssicherheit sind vorhanden"

Wien - Ein Tunnelforderungsprogramm hat der ARBÖ am Dienstag bei der Expertensitzung vorgelegt. Die Details hat der Autofahrerklub in einer Aussendung zusammengefasst. Demnach sei der Ausbau auf zwei Röhren mittelfristig unbedingt nötig. "Mittel für sicheren Straßenbau und damit für die Verkehrssicherheit sind vorhanden. Ein Zuwarten zur Finanzierung und Sanierung ist mehr als Ausrede zu sehen", so Generalsekretär Rudolf Hellar.

Anrecht auf verkehrssichere Straßen

"Österreicher und ausländische Gäste zahlen Milliardenbeträge für die Mautvignetten, sie haben daher ein Anrecht auf verkehrssichere Straßen. Die Steuern und Abgaben der Kraftfahrer wurden über Jahre nicht zweckmäßig eingesetzt", erklärte Hellar. Durch zwei richtungsgetrennte Röhren könnten kilometerlange Staus, Unfälle und Folgekosten in Milliardenhöhe vermieden werden. Reparatur- und Reinigungsarbeiten im Tunnel würden erleichtert, Einsatzkräfte könnten rascher und sicherer zur Unglücksstelle vorzudringen.

Radarkontrollen, bessere Beleuchtung,...

Im Interesse der Verkehrssicherheit, forderte der ARBÖ unter anderem Radarkontrollen, bessere Tunnelbeleuchtung, bessere Signalisierung der Fluchtwege und Entlüftungssysteme wie im sanierten Tauerntunnel. Fluchtstollen, feuerfeste Rettungsnischen, hellere Tunnelwände und Fahrbahnbeläge, bessere Markierung der Mittel- und Randlinien mit "Rüttelstreifen" sollten helfen, die Sicherheit zu heben.

Informationskampagne

Die Portalbereiche sollten durch verlaufende Leitsysteme entschärft werden, Randsteine müssten entfernt werden. Eine Informationskampagne über das richtige Verhalten im Tunnel und Hinweistafeln zur Vorbereitung der Fahrzeuglenker auf die Tunnelfahrt waren weitere Forderungen der Organisation.

Lkw-Maut

Die Lkw-Maut, die erst 2004 kommen soll, würde laut ARBÖ jährlich an die vier Milliarden Schilling zusätzliche Mittel zur Straßenbaufinanzierung bringen. Allein im vergangenen Jahr hätte der Finanzminister durch die gestiegenen Treibstoffpreise zwei Milliarden mehr an Mehrwertsteuer-Einnahmen gehabt. Verkehrsministerin Monika Forstinger (F) sei gut beraten, so der ARBÖ, von ihrem Parteikollegen Finanzminister Karl-Heinz Grasser diese Mehreinnahmen für die Sanierung von verkehrssicheren Straßen und Tunnels zu verlangen. (APA)

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