Weiß dominiert Amerikas Traumfabrik

14. August 2001, 22:01
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Hollywood: Latinos, Asiaten und Amerikas Ureinwohner weiterhin unterrepräsentiert - Bessere Chancen für schwarze Darsteller

Beverly Hills - Weiße Schauspieler dominieren noch immer in den Kino- und Fernsehfilmen Hollywoods. Schwarze, Latinos und Asiaten holen nun endlich auf. Ihr Anteil an den Filmrollen, die in Amerikas Traumfabrik vergeben werden, ist im letzten Jahr erneut gewachsen, so die Schauspielergewerkschaft Screen Actors Guild (SAG). "Langsam aber sicher nähern wir uns der Realität in Amerika", sagte SAG-Präsident William Daniels. Vom Gesamtzuwachs an Filmrollen um sieben Prozent hätten Künstler aus Minderheiten erfreulich profitieren können.

Gemessen an der US-Bevölkerungsstatistik sind Schwarze in Hollywood-Produktionen inzwischen sogar überrepräsentiert. Knapp 14,8 Prozent der etwas mehr als 53.000 Filmrollen des vergangenen Jahres wurden nach SAG-Angaben an schwarze Schauspieler vergeben. Der Anteil der Afro-Amerikaner an der Gesamtbevölkerung lag 1999 hingegen bei 12,8 Prozent. Unterrepräsentiert sind in Hollywood nach SAG-Angaben immer noch Latinos, Asiaten und Amerikas Ureinwohner, auf die insgesamt 7,8 Prozent der Rollen entfielen, etwa die Hälfte ihres Anteils an der US-Bevölkerung. (APA)

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