Erstmals Angaben zu Todesursache der "Kursk"-Besatzung

14. August 2001, 14:15
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Die zwölf geborgenen Toten sind erstickt

Moskau - Ein Jahr nach dem Untergang des russischen Atom-U-Boots "Kursk" mit 118 Mann Besatzung haben die Behörden erstmals detaillierte Angaben über die Todesursache einiger Seeleute gemacht. Die im Herbst vergangenen Jahres aus der Heckkammer geborgenen zwölf Opfer seien erstickt.

Kohlenmonoxyd-Vergiftung

"Nach allem zu urteilen, starben sie an einer schnellen Kohlenmonoxyd-Vergiftung. Auslöser war womöglich eine Explosion oder ein Feuer an Bord", teilte die Leitende Militärstaatsanwaltschaft am Dienstag in Moskau mit. In Berichten aus dem vergangenen Jahr war lediglich von Brandspuren an den Leichen die Rede gewesen.

Hebung des Wracks

Nach der für Ende September geplanten Hebung sollen Ermittler und Experten der Militärstaatsanwaltschaft als erste das "Kursk"-Wrack betreten. Jede U-Boot-Sektion werde von einer Sondergruppe mit Ermittlungsbeamten und Marinespezialisten untersucht, sagte der Chefermittler der Militärstaatsanwaltschaft, Viktor Schejin, nach Angaben der Agentur Interfax. Die genaue Unfallursache gilt nach offiziellen Angaben noch immer als ungeklärt. Experten gehen davon aus, dass ein defekter Torpedo an Bord die Katastrophe verursachte.

18.000 Tonnen schwer

In der Barentssee schnitten Taucher bis zum Dienstag 13 der vorgesehenen 26 Löcher in den Rumpf der "Kursk". In den Löchern sollen die Stahlseile befestigt werden, mit denen das 18.000 Tonnen schwere Wrack gehoben wird. (APA/dpa)

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