Deutsche Apotheker gehen ins Internet

14. August 2001, 13:51
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Berlin - Die deutschen Apotheker gehen geballt ins Internet. Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) startete in diesen Tagen den neuen Online-Service www.aponet.de, berichtete ABDA-Präsident Hans-Günter Friese am Dienstag in Berlin. Rund um die Uhr können sich Interessenten über Arzneimittel, Apothekenstandorte und vielfältige Gesundheitsthemen orientieren. Außerdem können in Apotheken der Wahl Medikamente vorbestellt werden, die dann mit dem entsprechenden Rezept abgeholt werden müssen.

Direkt geordert und geliefert werden können die Medikamente nicht, weil in Deutschland, wie in den meisten EU-Staaten, der Versandhandel mit Arzneimitteln verboten ist. Friese unterstützte diese Regelung nachdrücklich, weil sie die Arzneimittelsicherheit in Deutschland garantiere. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) habe darauf hingewiesen, dass jedes zehnte über das Internet vertriebene Arzneimittel gefälscht sei. Auch zeigten Erfahrungen aus anderen Ländern, dass die Hoffnung falsch sei, die Zulassung des Versandhandels könne die Krankenkassen finanziell entlasten. (APA/dpa)

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