Elf neue Fälle von Legionärskrankheit in Spanien

14. August 2001, 13:17
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Zwei Todesfälle

Pamplona - Einen Monat nach der großen Epidemie von Legionärskrankheit im Südosten Spaniens sind im Norden des Landes in einem Krankenhaus elf neue Fälle aufgetreten. Zwei der Infizierten starben. Wie der Gesundheitsminister der Region Navarra, Santiago Cervera, am Dienstag mitteilte, war zunächst allerdings nicht klar, ob die beiden Patienten eines Krankenhauses in Pamplona an den Folgen der Legionärskrankheit oder an anderen Erkrankungen gestorben waren.

Krankheitsherd in Pamplona

Der Krankheitsherd wurde im Hospital "Virgen del Camino" in Pamplona entdeckt. Die Legionellen-Bakterien hätten sich wahrscheinlich über die Heißwasserleitungen ausgebreitet, sagte der Minister. Die gesamten Anlagen würden jetzt gründlich desinfiziert. Das Krankenhaus habe mit seinen Vorkehrungen zur Verhinderung von Legionellen-Infektionen bisher als "vorbildlich" gegolten.

Vier Toten im Juli

Im Juli hatte die südostspanische Stadt Murcia mit 805 Erkrankungen und vier Toten die weltweit größte Epidemie der Legionärskrankheit erlebt. Bei dem Leiden handelt es sich um eine Bakterien-Infektion, die bei geschwächten oder älteren Patienten tödlich enden kann.

Übertragung

Die Erkrankung wird durch das Einatmen der Legionellen übertragen, beispielsweise im Sprühnebel einer Dusche. Geschluckt sind die Erreger, die sich in lauwarmen Wasser oder Klimaanlagen vermehren, dagegen normalerweise harmlos. Die Legionärskrankheit war 1976 in den USA entdeckt worden, als nach einem Treffen von Kriegsveteranen in Philadelphia zahlreiche Teilnehmer erkrankten. (APA/dpa)

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