Schärfere Gesetze gegen Vergewaltigungen bei Konzerten

14. August 2001, 14:11
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Sexuelle Übergriffe bei Rock-Festivals rufen Islands Regierung auf den Plan

Reykjavik - Islands Regierung will mit schärferen gesetzlichen Regeln gegen Vergewaltigungen bei Rock-Festivals vorgehen. Beim diesjährigen Eldborg-Festival mit 8.000 BesucherInnen hatten sich acht Mädchen im Alter von 16 und 17 Jahren nach Vergewaltigungen und zwei wegen anderer Formen sexueller Misshandlung gemeldet. Wie ein Sprecher des Justizministeriums in Reykjavik am Dienstag bestätigte, soll eine ExpertInnenkommission Vorschläge zur Eindämmung ausarbeiten.

Von der Hilfsorganisation "Stigamot" für Opfer sexueller Gewalt verlautete weiter, dass sich zehn bis 15 junge Frauen gemeldet hätten, die von Unbekannten durch die Droge Ketamin bewusstlos gemacht worden waren. Sie ist seit einigen Jahren in den USA als Mittel zur Durchführung geplanter Vergewaltigungen mit bewusstlosen Opfern bekannt und verursacht auch Gedächtnislücken.
(APA/dpa)

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