"Inspektor gibt's kan - mehr"

14. August 2001, 12:37
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SP-Jarolim kritisiert Zusammenlegung der Wiener Kripo in vier Außenstellen und Kommissariats-Schließungen

Wien - Mit einer Kleiderpuppe, als Polizist verkleidet, samt Transparent "Inspektor gibt's kan - mehr" protestierte SPÖ-Justizsprecher Hannes Jarolim am Dienstag gegen die Pläne des Innenministers für die Polizeireform in Wien. Durch die Schließung von neun Bezirkspolizeikommissariaten und die Zusammenfassung der Kriminalpolizei in vier zentralen Außenstellen würde die Sicherheit der Bevölkerung "enorm gefährdet". Innenminister Ernst Strasser (V) zeige entweder "erschütternde Ahnungslosigkeit" - oder ihm seien "ein paar neue schwarze Köpfe wichtiger als die Sicherheit der Bürger".

Wien eine der sichersten Städte der Welt

Bisher ist die Kriminalpolizei in die Bezirkskommissariate integriert, das gewährleiste die notwendige Vernetzung mit der Sicherheitspolizei sowie den Kontakt zur und damit die Akzeptanz durch die Bevölkerung. Dieser Struktur sei es zu verdanken, dass Wien - laut Kriminalstatistik - eine der sichersten Städte der Welt sei.

"Personalpolitik"

Dass der Minister solch "hervorragende" Strukturen zerschlagen wolle, führt Jarolim - wie er erklärte - darauf zurück, dass dann neue Posten zur Besetzung anstehen: "Unter dem Deckmantel der Strukturänderungen betreibt Strasser VP-Personalpolitik."

Jarolim siedelte seine Aktion vor dem Kommissariat Leopoldsgasse in Wien-Leopoldstadt an, das ebenfalls von der Schließung bedroht sei. "Durch das Zusammenlegen von Leopoldstadt und Brigittenau entsteht eine Sicherheitswache-Monster-Abteilung mit 500 Beamten, die für mehr als 160.000 Menschen zuständig ist. Darin kann ich kein Indiz für die versprochene Verwaltungsvereinfachung erkennen." (APA)

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    Hannes Jarolim

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