Reigersdorftunnel: Verunglückte Pilgergruppe setzt Reise fort

15. August 2001, 14:05
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Sieben Verletze bleiben im Krankenhaus

Klagenfurt - Nach dem schweren Busunglück in Kärnten vom Montag trennt sich die polnische Pilgergruppe, deren Mitglieder beim Aufprall gegen das Portal des Reigersdorftunnels zwischen Klagenfurt und Grafentein zum Teil schwere Verletzungen davon getragen haben. Während elf Verletzte mit deutscher Hilfe am Mittwoch in ihre Heimat zurück gebracht werden sollen, will der Rest der Leichtverletzten wie geplant nach Rom weiter reisen.

Ein Großteil der 26 Verletzten hat die Nacht auf Dienstag im Krankenhaus verbracht. Sieben von ihnen müssen noch bis zu einer Woche im Klagenfurter LKH bzw. im Unfallkrankenhaus bleiben. Unter ihnen ist der aus Rom stammende 30-jährige Buslenker, dessen Zustand von den Ärzten nach wie vor als lebensbedrohlich bezeichnet wurde. Zu den am schwersten Verletzten zählen auch drei Kinder im Alter von sieben, acht und elf Jahren.

Der Rücktransport der Verletzten von Klagenfurt nach Posen wird von der deutschen Johanniter-Unfall-Hilfe mit Hilfe eines speziell umgerüsteten Behinderten-Reisebusses durchgeführt. Wie am Dienstag in Berlin mitgeteilt wurde, sei der Bus mit zehn Liegeplätzen und einer Vakuum-Matratze für Verletzungen an der Wirbelsäule ausgestattet.

Der italienische Reisebus mit rund 30 polnischen Pilgern an Bord war Montag gegen 6.00 Uhr mit rund 100 km/h ungebremst gegen das Ostportal des Reigersdorftunnels geprallt. Als Unfallursache wird Sekundenschlaf des Buslenkers vermutet. Die meisten Fahrgäste erlitten durch umher geschleuderte Gepäckstücke Verletzungen im Kopfbereich sowie Schnittwunden durch Glassplitter. Dass es keine Todesopfer gegeben hat, dürfte dem beim Tunnelportal angebrachten Prellbock zu verdanken sein.(APA/AP)

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