NATO: Mazedonien-Einsatz hängt von Waffenruhe ab

14. August 2001, 17:15
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Skopje muss nach Unterzeichnung des Friedensvertrags Amnestie für UCK umsetzen

Brüssel - Die NATO hat einen Einsatz in Mazedonien von der Erfüllung mehrerer Bedingungen abhängig gemacht. Eine Entscheidung des NATO-Rates könne bereits in dieser Woche fallen, doch sicher sei dies nicht, sagte ein Sprecher des westlichen Allianz am Dienstag in Brüssel. "Das hängt vor allem davon ab, ob die Waffenruhe hält."

Weitere zwingend notwendige Bedingungen seien verpflichtende Zusagen der albanischen Rebellen, den NATO-Soldaten ihre Waffen freiwillig auszuhändigen. Seitens der mazedonischen Regierung müsse die ausgehandelte Amnestierung der UCK-Kämpfer umgesetzt werden. "Wir müssen jetzt abwarten, wie sich die Lage entwickelt", sagte der NATO-Sprecher. Dies werde dann von den NATO-Mitgliedern bewertet und auf dieser Basis eine Entscheidung über den Einsatz getroffen.

Nach den Angaben kam der NATO-Rat, das höchste Entscheidungsgremium des Nordatlantikpaktes, bereits in der Nacht auf Dienstag in Brüssel zusammen. Dabei informierte Generalsekretär George Robertson die Vertreter der 19 Mitgliedstaaten über das am Montag in Skopje unterzeichnete Friedensabkommen. Nach den bisherigen Plänen ist vorgesehen, dass die freiwillige Entwaffnung und Auflösung der Einheiten der albanischen UCK-Rebellen etappenweise binnen 45 Tagen vollzogen wird. 3500 NATO-Soldaten sollen in Mazedonien einrücken und die Waffen einsammeln. (APA/dpa)

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