Quote wird laut IHS-Gächter "faktisch verdoppelt"

14. August 2001, 15:04
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Migrationsexperte: Versteckt werden Türen für mehr ausländische Arbeitskräfte geöffnet

Wien - Die Zuwanderungsquote werde nicht gesenkt, sondern in Wahrheit faktisch verdoppelt, meinte am Dienstag der Migrationsexperte August Gächter vom Institut für Höhere Studien (IHS) im Radio-Morgenjournal des ORF. Die Regierung habe zwar den Zuzug zahlenmäßig leicht gesenkt, zugleich aber versteckt die Tür für mehr ausländische Arbeitskräfte geöffnet. So könnten die 8.000 Saisonarbeiter statt einem halben Jahr nun ein ganzes Jahr im Land bleiben, so Gächter.

Außerdem könnten die Bundesländer mit angrenzenden EU-Beitrittsländern eigene Kontingente vereinbaren. Das sei zwar gut für den Arbeitsmarkt, aber die Regierung sage eben nicht, was Sache sei.

Partik-Pable "befremdet" über "Einmischung" von Gächter

FPÖ-Sicherheitssprecherin Helene Partik-Pable hat sich "befremdet" über die "Einmischung" des IHS-Experten August Gächter in der Frage der Zuwanderung gezeigt. Gächter hatte gemeint, dass die Zuwanderungsquote entgegen der Aussage der Regierung nicht leicht gesenkt werde, sondern sich sogar verdoppeln werde. Partik-Pable meinte dazu, Gächter irre sich. "Faktum ist, dass die Quote bei 8.280 liegt und darüber hinaus keine weiteren Ausländer nach Österreich einwandern."

Das Bestreben der FPÖ sei es immer gewesen, dass im Bedarfsfall Saisonniers nach Österreich kommen können. Dadurch, dass diese Saisonniers nur befristet im Land bleiben, fallen viele Belastungen, wie etwa die Familienzusammenführung weg. "Die SPÖ hingegen ist in ihrer Einwanderungspolitik nie auf die österreichische Bedürfnisse eingegangen, sondern hat jeden Einwanderungswilligen im Rahmen der Quote aufgenommen", kritisierte Partik-Pable. (APA)

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