Erste serbische Flüchtlinge kehren mit UNHCR-Hilfe ins Kosovo zurück

13. August 2001, 21:16
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Mehr als 50 Serben in ihr Heimatdorf gebracht

Belgrad - Unter dem Schutz der internationalen Gemeinschaft ist am Montag eine erste Gruppe serbischer Flüchtlinge ins Kosovo zurückgekehrt. In zwei Bussen erreichten 54 Serben in Begleitung der von der NATO geführten Friedenstruppe KFOR ihre Häuser in dem Dorf Osojane im Nordwesten der jugoslawischen Provinz, wie das UNO-Flüchtlingshochkommissariat UNHCR erklärte. Es habe sich um "die erste organisierte Rückkehr von Serben mit Unterstützung internationaler Organisationen" gehandelt.

Nach dem Kosovo-Krieg 1999 hatten UN-Schätzungen zufolge rund 200.000 Serben und andere Nicht-Albaner die Provinz verlassen. Die meisten serbischen Flüchtlinge fanden in Serbien Unterschlupf. Allerdings gelten 1300 Serben und andere Nicht-Albaner seit dem Eintreffen der KFOR im Kosovo als vermisst. Zwischen 80.000 und 100.000 Nicht-Albaner leben heute im überwiegend von Albanern bewohnten Kosovo in abgeriegelten Gebieten, die die KFOR bewacht. Trotz des Schutzes der Friedenstruppe werden sie oft von militanten Albanern angegriffen, die die Unabhängigkeit der Provinz von Jugoslawien fordern. (APA)

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