Palästinenser demonstrieren gegen Besetzung des Orient-Hauses

13. August 2001, 19:22
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Zusammenstöße mit israelischer Polizei

Jerusalem - Die Palästinenser haben am Montag mit einem Generalstreik gegen die Besetzung des Orient-Hauses in Jerusalem protestiert. Vor dem Gebäude, der inoffiziellen Vertretung der PLO, kam es zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der israelischen Polizei. Die Polizei teilte mit, das Orient-Haus solle für zunächst sechs Monate geschlossen bleiben. Der israelische Regierungschef Ariel Sharon stimmte unterdessen zu, dass Außenminister Shimon Peres mit den Palästinensern über Sicherheitsfragen verhandelt.

Wegen des Generalstreiks waren in den Autonomiegebieten die Büros der palästinensischen Verwaltung sowie Geschäfte geschlossen. Vor dem Orient-Haus versuchten Demonstranten, eine palästinensische Flagge zu hissen. Zehn Personen wurden festgenommen. In Nablus im Westjordanland demonstrierten rund 2.000 Personen und riefen: "Jerusalem gehört uns."

Die Palästinenser hatten den Montag zum "Tag des Zorns" erklärt. In Libanon protestierten rund 1.000 Bewohner des größten palästinensischen Flüchtlingslagers Ein el Hilfweh gegen die Schließung des Orient-Hauses. Ein Vertreter der Fatah-Bewegung des palästinensischen Präsidenten Yasser Arafat, Khaled Aref, kündigte weitere Selbstmordattentate an, verübt "von allen palästinensischen Gruppen, egal ob sie loyal oder in Opposition zu Arafat stehen". (APA/AP)

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