Argentinien will mehr IWF-Kredite

13. August 2001, 19:05
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Gehalts- und Pensionskürzungen

Washington - Der argentinische Finanzstaatssekretär Daniel Marx hat sich zuversichtlich über die Gespräche mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) über Unterstützung zur Bewältigung der Finanzkrise Argentiniens geäußert. Die Gespräche seien "produktiv", sagte Marx am Sonntag in Washington. Die Verhandlungen sollten am Montag mit dem Direktorium des IWF fortgesetzt werden. Dies benötige einige Zeit, mindestens einige Wochen, fügte er hinzu. "Letztendlich" hoffe er, neue Gelder zu bekommen, sagte Marx. Aber bisher sei noch nichts entschieden. Die derzeitigen Gespräche konzentrierten sich darauf, das Sparprogramm der argentinischen Regierung "robuster" zu machen.

Keine neuen Schulden

Der Nulldefizit-Plan der Regierung in Buenos Aires sieht vor, die Defizite in den öffentlichen Haushalten des mit 128 Mrd. Dollar (143 Mrd. Euro/1.968 Mrd. S) verschuldeten Landes sofort abzubauen und keine neuen Schulden mehr zu machen. Dies soll auch mit Gehalts- und Pensionskürzungen im öffentlichen Dienst erreicht werden. Marx hatte am Samstag gesagt, er wolle das bestehende IWF-Kreditprogramm über derzeit 14 Mrd. Dollar (15,7 Mrd. Euro/216 Mrd. S) vertiefen und verstärken. IWF und Weltbank haben Argentinien bereits 40 Mrd. Dollar Hilfskredite zugesagt. Weitere Kredite lehnte der IWF aber bisher ab. (Reuters)

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