Aquajogging

13. August 2001, 17:24
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Gezieltes Ausdauertraining, das die Gelenke schont, das Bindegewebe massiert, die Haut strafft und das Herzkreislaufsystem stärkt

Water-Running oder Aqua-Jogging wurde bereits in den 70er Jahren in den USA entwickelt. Der US Marine John Glenn erfand für seine Athlethen eine enganliegende Weste, die mittels Auftrieb verhindert, dass der Aquajogger untergeht.

Im tiefen Wasser lässt sich dann zum Rhythmus der Musik trainieren so kräftig man will, da die Belastung für die Gelenke niemals so starkt sein kann wie außerhalb des wohltemperierten Nass.

Rehabilitation für Spitzensportler

Aqua-Jogging war anfangs nur Spitzensportlern vorbehalten, die während der Heilphase von gerissenen Bändern, Meniskus- oder Achillessehnenbeschwerden, keine andere Tätigkeit ausüben durften. Die gezielten Übungen im Wasser verkürzten die krankheitsbedingte Auszeit und erleichterten dem Sportler die Rückkehr zum normalen Training.

Das schonende Ausdauertraining massiert außerdem noch das Bindgewebe, strafft die Haut, stärkt das Herzkreislaufsystem, fördert den Stoffwechsel und die körpereigenen Entschlackungsvorgänge. Auch für Übergewichtige eignet sich dieser Sport, das sich das Körpergewicht im Wasser um 90 Prozent reduziert.

Der Bewegungsablauf

Jogging unter Wasser heißt, den Bewegungsablauf an Land so gut wie möglich zu imitieren. Um den Laufschritt einigermaßen durchführen zu können, sollte der Schwimmbadläufer über einen ausgeprägten Gleichgewichtssinn verfügen, da diese Sportart in aufrechter Körperhaltung mit leichter Oberkörpervorlage und einer zum Rumpf parallel geführten Armhaltung ausgeführt wird.

Hilfsmittel

Um im tiefen Wasser nicht unterzugehen, benötigt man eine spezielle Weste oder einen Gürtel, die Auftrieb verleihen. Auch biegsame Gymnastikschaumstoffstäbe eignen sich als Unterstützung. Wer zusätzlich Arm-, Schulter- und Brustmuskulatur stärken will, kann zu diesem Zweck Handschuhe, Manschetten oder Hanteln anlegen. Je mehr Gewichte am Körper hängen, desto intensiver wird dieser trainiert. Richtig angewandt lassen sich bei dieser Sportart pro 30 Minuten cirka 400 kcal verbrauchen. Zwei- bis dreimal wöchentlich ins Schwimmbad zu gehen, zahlt sich also aus. (cheb)

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    Water-Running ist der gleiche Bewegungsablauf wie an Land.

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    Ohne Schwimmweste, Gürtel oder Schaumstoffstab tut sich der Aquajogger schwer, über der Wasserberfläche zu bleiben.

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