AK-Tumpel kritisiert "Etikettenschwindel" der Regierung

13. August 2001, 14:19
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Gegen Ausweitung des Saisoniermodells auf Facharbeitskräfte

Wien - Als "Etikettenschwindel, der an den Erfordernissen des Arbeitsmarktes völlig vorbeigeht", kritisiert AK-Präsident Herbert Tumpel die Zuwanderungspolitik der Regierung. Von einer Begrenzung und Steuerung der Zuwanderung könne keine Rede sein, wenn die Regierung die Saisonnierkontingente laufend erhöhe und massenweise Billigarbeitskräfte ins Land hole. Die Folge seien wachsender Lohndruck und steigende Arbeitslosigkeit.

Im Tourismus steige die Arbeitslosigkeit insgesamt deutlich, bei den Ausländern sei die Arbeitslosigkeit sogar um mehr als 33 Prozent gestiegen. Der AK-Präsident warnt daher vor einer Ausweitung des Saisonniermodells auf Facharbeitskräfte, wie sie die Wirtschaft verlange und der Wirtschaftsminister ankündige. "Diese Politik hat Schiffbruch erlitten", sagte Tumpel, "damit wird kein Arbeitskräftemangel gedeckt, sondern im Gegenteil nur neue Arbeitslosigkeit produziert." (APA)

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