"Keine gravierende Belastungsbeweise"

13. August 2001, 14:04
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Italienische Verteidigerin bestreitet Kontakte zu Black-Blocks bei Treffen in Slowenien

Rom/Genua - Die Genueser Rechtsanwältin der seit drei Wochen inhaftierten Mitglieder der VolxTheaterKarawane, Andrea Sandra, hat sich am Montag kurz vor Beginn der Haftprüfung im Gerichtsgebäude von Genua zuversichtlich gezeigt, dass es zu einem Freispruch seiner Mandanten kommen wird. "Es gibt keine gravierende Belastungsbeweise, die eine Verlängerung der Untersuchungshaft rechtfertigen", sagte Sandra im Gespräch mit italienischen Medien.

"Ich bin neugierig, zu sehen, welche Beweise die Staatsanwaltschaft gegen die VolxTheaterKarawane vorlegt. Laut einigen italienischen Zeitungen sind unter anderem die Telefonanrufe kontrolliert worden, die die Aktivisten mit ihren Handys gemacht haben. Dank dieser Kontrollen sollen die Ermittler herausgefunden haben, dass die VolxTheaterKarawane am 16. Juli an einem Treffen in Slowenien teilgenommen hatten", sagte die Rechtsanwältin.

Sandra bestritt entschieden, dass in Slowenien auch Mitglieder der Anarchistengruppe Black Block präsent waren, die dort detailliert ihre Angriffe gegen Supermärkte, Geschäfte und Banken in Genua geplant hätten. "Meine Mandanten erklärten mir, dass der Aufenthalt in Slowenien nur eine Etappe ihrer Sommertour war", sagte die Rechtsanwältin. (APA)

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