Israelische Panzer dringen ins palästinensische Autonomiegebiet vor

13. August 2001, 16:53
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Grenzübergang nach Ägypten geschlossen - Drei Palästinenser angeschossen

Jerusalem/Ramallah/Gaza/Hebron/Damaskus - Israelische Truppen sind am Montag in Hebron mit Panzern auf palästinensisches Selbstverwaltungsgebiet im Westjordanland vorgedrungen. Nach palästinensischen Angaben schloss die israelische Armee den Grenzübergang vom Gaza-Streifen nach Ägypten bei Rafah, das in den vergangenen Monaten zu einem Zentrum des bewaffneten Aufstands der Palästinenser geworden war.

Solidaritätstreiks

Am Rande der Beerdigung eines getöteten palästinensischen Mädchens haben israelische Soldaten am Montag drei Palästinenser angeschossen. Nach Krankenhausangaben kam es zu den gewaltsamen Auseinandersetzungen nach der Beerdigung bei Hebron im Westjordanland. Die Demonstranten warfen mit Steinen und Brandsätzen auf die Soldaten, die mit Gummigeschossen zurückschossen.

Die Siebenjährige war am Sonntagabend ihren Verletzungen erlegen, die sie bei bei gewaltsamen Ausschreitungen zwischen Palästinensern und der israelischen Armee erlitten hatte. Auch ihre Großmutter wurde beigesetzt, die in der Nacht zu Montag in Folge eines Herzschlags gestorben war.

Aus Solidarität mit den Palästinensern in den Autonomiegebieten schlossen sich die Flüchtlingslager im Libanon und in Syrien dem für Montag ausgerufenen Generalstreik an. Über sechstausend Palästinenser demonstrierten im Lager von Ain El Helweh in Südlibanon gegen die Besetzung des Orienthauses in Ost-Jerusalem. An der Kundgebung nahmen auch 500 militante Palästinenser teil. (APA,dpa)

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