Merrill Lynch stuft AT&S auf "neutral" hinauf

13. August 2001, 13:06
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Wien - Die Investmentbank Merrill Lynch hat die Bewertung des österreichischen Leiterplattenherstellers Austria Technologie & Systemtechnik AG (AT&S) mit "neutral" aufgenommen. AT&S habe eine starke Position im Wettbewerb und sei technologisch führend, auch wenn die Leiterplattenindustrie die schwierigsten Zeiten seit Langem durchlebe, teilte die Investmentbank am Montag in einer Studie mit. Angesichts der gegenwärtig unter Rückschlägen leidenden Halbleiterindustrie hält Merrill Lynch den Kauf von AT&S zum derzeitigen Zeitpunkt nicht für geeignet. Allerdings sei AT&S auf lange Sicht interessant und als "long term buy" einzustufen.

Gute Beziehungen zu Nokiastützen

Trotz schlechter Aussichten und eines hohen Preisdruckes wirken sich den Angaben zufolge die intensiven Geschäftsbeziehungen zu Nokia und Siemens für AT&S unterstützend aus. Außerdem werde die Gesellschaft langfristig von der erwarteten Konsolidierung unter den Handyzulieferern profitieren, hieß es in der Studie. Ein Kursziel für die AT&S-Aktie wurde nicht genannt.

Gewinnerwartungen

Für 2001 erwartet Merrill Lynch bei AT&S einen Gewinn je Aktie von 1,31 Euro. Für 2002 werden 0,53 und für 2003 1,17 Euro je Aktie Gewinn angenommen. Während für die kommenden Jahre stabile und später steigende Umsätze von 321,2 Mill. Euro (2001), 335,0 Mill. Euro (2002) und 415,0 Mill. Euro (2003) erwartet werden, sehen die Analysten beim Ergebnis 2002 einen Knick. Als Betriebsergebnis nach Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) werden für 2001 84,3 Mill. Euro vorher gesagt, für 2002 hingegen nur 63,0 Mill. Euro. 2003 seien ein EBITDA von 91,0 Mill. Euro zu erwarten.

AT&S ist im NEMAX 50

Die Ankündigung der Deutsche Börse AG, AT&S im Herbst in den Auswahlindex Nemax-50 des Neuen Marktes aufzunehmen, hat der Aktie Anfang August zu Kursgewinnen in einem rückläufigen Gesamtmarkt verholfen. Die Neuordnung des Nemax-50 erfolgt am 24. September. Die AT&S-Aktie notierte am Montagmittag in einem behaupteten Marktumfeld um 0,77 Prozent im Plus bei 13,10 Euro. (APA/Reuters)

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