Wärmste Dekade seit 1.000 Jahren

14. August 2001, 12:04
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Treibhauseffekte sorgen für die globale Erwärmung

Garmisch-Partenkirchen - Der Gehalt von Kohlendioxid in der Luft ist seit etwa 500.000 Jahren nicht mehr so hoch gewesen wie heute. Dies erklärte der Wetterexperte Mojib Latif vom Max-Planck- Institut bei am Montag auf der Zugspitze. Die Dekade von 1990 bis 2000 sei die wärmste in den vergangenen 1.000 Jahren gewesen. Die Mitteltemperatur der Erde habe sich in den letzten 100 Jahren um 0,7 Grad Celsius erhöht.

Treibhauseffekt

Um eine "rapide Erwärmung" in den nächsten 100 Jahren zu vermeiden, müsste der weltweite Ausstoß von Treibhausgasen bis zur Mitte des Jahrhunderts halbiert werden. Es gebe praktisch keine Zweifel mehr, dass der Mensch für den Großteil der Erderwärmung verantwortlich sei.

Zwei bis vier Grad Erwärmung

Latif: "Bei weiter steigendem CO2-Gehalt der Atmosphäre sind zusätzliche zwei bis vier Grad Erwärmung innerhalb der nächsten 100 Jahre möglich. Dies entspräche der Temperaturänderung von der letzten Eiszeit vor 18.000 Jahren bis heute." (APA/dpa)

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