Industrie fordert Zeichen der Offenheit

13. August 2001, 12:51
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Statt sich "international der Lächerlichkeit auszusetzen"

Wien - Keineswegs zufrieden mit der neuen gesenkten Zuwandererquote zeigt sich die Industrie. "Ungeachtet des Beschlusses zur Reduktion der Zuwanderungsquote wird die Industriellenvereinigung mit Nachdruck eine weitere Diskussion über bürokratische Begrenzungen beim Zugang zu ausländischen Fachkräften verlangen, wenn dringend benötigte Fachkräfte am inländischen Arbeitsmarkt nicht verfügbar sind".

Unbedingt notwendig sei es, "Zeichen zu setzen, die Offenheit und Problemlösungsfähigkeit signalisieren". Statt dessen "laufe man Gefahr, sich international der Lächerlichkeit auszusetzen", so die Industriellenvereinigung in einer Aussendung.

Fachkräfte dringend benötigt

Für den Produktionsstandort Österreich sei es unumgänglich, den Fachkräftebedarf jederzeit abdecken zu können. Daher müsse auch für die nötigen Qualifikationen und das nötige Ausmaß an zukünftigen Fachkräften im heimischen Bildungssystem gesorgt werden.

Ohne den Zugang von Spezialisten aus dem Ausland werde es aber nicht gehen können, auch wenn dies von manchen Politikern nach dem Motto "weil nicht sein kann, was nicht sein darf", negiert würde. Insbesondere die Beschäftigungschancen, wie sie etwa der automotive Bereich in der Steiermark biete, verlange rasche und befriedigende Lösungen im Ausländerbereich.

"Die Industriellenvereinigung wird bei den verantwortlichen Politikern dafür eintreten, dass für die Unternehmen und die Beschäftigten kein Nachteil aus Beschaffungsknappheiten dringend benötigter Arbeitskräfte entsteht", heißt es. (APA)

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