Tunnelportale teilweise mit Formel 1 Technik abgesichert

13. August 2001, 12:27
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"Straßen-Airbags" sollen Anprall dämpfen

Wien - Sechs Tunnelbauwerke mit einer Gesamtlänge von 2.070 Metern, darunter der Reigersdorftunnel, müssen auf der Südautobahn (A2) im Zuge der Umfahrung von Klagenfurt passiert werden. Dabei wurden die Bereiche der Tunnelportale durch eigene Aufpralldämpfer geschützt, wie Harald Dirnbacher von der Asfinag am Montag erklärte.

Luftkammern

Bei diesen so genannten Straßen-Airbags handelt es sich um Erzeugnisse einer Kärntner Firma, die auch in der Formel 1 zum Einsatz kommen. Vereinfacht formuliert handelt es sich um Luftkammern, die durch Ventile miteinander verbunden sind. Prallt ein Fahrzeug dagegen, wird die Luft von Kammer zu Kammer gedrückt und entweicht schließlich ins Freie. Der Wagen wird dabei abgebremst, der "Airbag" bläst sich nachher von selbst wieder auf.

Bei dem Busunglück vom Montag früh soll der Anpralldämpfer einwandfrei funktioniert haben, so Dirnbacher. Noch schwerere Folgen seien damit vermieden worden. Diese Spezialkonstruktionen wurden in den vergangenen zwei Jahren auch bei zahlreichen anderen Tunnelportalen in Österreich aufgestellt, so etwa auf der Tauernautobahn (A10) in Salzburg.

Für Mag. Kurt Sabatnig vom ARBÖ sind diese Spezialdämpfer allerdings zu wenig. Er wünscht sich Leitschienensysteme, die die Lenker geradewegs in den Tunnel führen. Gerade die großen freien Flächen vor den Tunneleinfahrten würden Autofahrern die Orientierung schwer machen. Es müsse eine Kombination aus Pannenplätzen und geeigneten Leiteinrichtungen gefunden werden. (APA)

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