Australische ForscherInnen testen künstliche Befruchtung bei HIV-Infizierter

13. August 2001, 12:31
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Risiko einer Infizierung des Kindes auf zwei Prozent senkbar

Sydney - Australische MedizinerInnen prüfen den Antrag einer Aids-kranken Frau, die über eine künstliche Befruchtung ein Kind zur Welt bringen will. Die Frau habe dies beantragt, weil sie ihren Partner nicht der Gefahr aussetzen wolle, sich beim ungeschützten Geschlechtsverkehr zu infizieren, berichtete die Zeitung "Sydney Morning Herald".

Der Ethikrat der Klinik Monash in Melbourne prüfe den Fall, weil es mit den entsprechenden Medikamenten möglich sei, die Gefahr der Infizierung des Kindes von bisher 25 Prozent auf unter zwei Prozent zu senken, erklärte Professor Gab Kovacs.

Kovacs sagte, seine Klinik habe bisher schon Paare behandelt, bei denen der Mann HIV-positiv sei. Dabei sei dann sein Samen vor einer künstlichen Befruchtung zuerst untersucht worden. Aber das sei "natürlich etwas völlig anderes" als bei einer HIV-infizierten Frau.
(APA/AP)

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