Head muss Verluste einstecken

13. August 2001, 12:57
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Für nächstes Jahr weniger Betriebsgewinn erwartet

Rotterdam/Wien - Der Sportartikelhersteller Head N.V. von Johan Eliasch musste im 1. Halbjahr 2001 ein Umsatzminus von 5 Prozent und einen Rückgang des Bruttoergebnisses um 8,3 Prozent hinnehmen, konnte aber seinen Nettoverlust im Vorjahrsvergleich halbieren.

Der Umsatz aus Wintersport, Racketsport, Tauchen sowie dem Lizenzgeschäft sank um 5,0 Prozent auf 152,9 Mill. US-Dollar (171,1 Mill. Euro/2,354 Mrd. S), wäre aber bei vergleichbaren Wechselkursen lediglich um 1,5 Prozent zurückgegangen, erklärte das an den Börsen Wien und New York notierte Unternehmen mit Sitz in Rotterdam am Montag in einer Ad-hoc-Mitteilung.

Aufgrund der geringeren Umsätze und einem Rückgang der Bruttogewinnspanne von 40,9 auf 39,9 Prozent verringerte sich das Bruttoergebnis gegenüber dem Jahr 2000 um 5,5 Mill. Dollar oder 8,3 Prozent auf 60,3 (65,8) Mill. Dollar, umgerechnet (67,5 Mill. Euro/929 Mill. S).

Der Nettoverlust per 30. Juni 2001 habe 4,2 Mill. US-Dollar (4,70 Mill. Euro/64,7 Mill. S) betragen gegenüber 9,0 Mill. Dollar 2000.

Für 2001 weniger Betriebsgewinn erwartet

Für das Gesamtjahr 2001 rechnet Head-Vorstandschef Johan Eliasch ohne Berücksichtigung von Sondereffekten mit einem Betriebsergebnis (EBIT), das ungefähr auf dem Vorjahresniveau von 38,6 Mill. US-Dollar (43,2 Mill. Euro oder 594 Mill. S) liegen soll. Inklusive der Kosten der Mitte Mai bekannt gegebenen Übertragung des Schuhbereichs an den deutschen Schuhproduzenten Romika und der Umstrukturierungskosten im Vertrieb erwartet Eliasch ein EBIT von 28 bis 33 Mill. US-Dollar.

Den Umsatzrückgang um 5 Prozent im ersten Halbjahr begründet der Head-Boss mit "unterschiedlichen Rahmenbedingungen" im Einzelhandel und der anhaltenden Euro-Schwäche: "Bei vergleichbaren Wechselkursen hätten wir nur geringfügige Umsatzeinbußen gehabt." Im Gesamtjahr 2001 dürfte der Umsatz in lokaler Währung den Vorjahreswert moderat übertreffen, so Eliasch.

Rückgang bei Wintersportartikel

Während "unsere Bestellungen im Wintersportbereich gegenüber dem Rekordjahr 2000 einen Rückgang von 5 Prozent ausweisen", würden die Orderbücher für Tennisschläger dagegen mit 15 Prozent deutlich über der Vorjahresmarke liegen. Trotz des rückläufigen Tennisballmarkts habe der Racketsportbereich zuletzt einen Zuwachs von insgesamt 6 Prozent verbucht. Das Tauchsportgeschäft wird heuer laut Eliasch voraussichtlich etwas besser abschneiden als im Vorjahr.

Aus dem mit Romika geschlossenen fünfjährigen Lizenzvertrag über die Head Performance Footwear erwartet sich Eliasch in den nächsten Jahren zusätzliche Einnahmen aus dem Lizenzgeschäft. Außerdem werde der Vertrag, der sich schon heuer "in unseren Verkaufszahlen und in unserem Gewinn niederschlagen wird", den Betriebsmittelbedarf des Head-Konzerns senken. (APA)

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