"Trakl" für "Fluidum"

12. August 2001, 19:05
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In Salzburg wird Andreas Okopenko geehrt

Salzburg - Der Autor Andreas Okopenko (71) erhält den Georg-Trakl-Preis für Lyrik 2002 (100.000 Schilling). Eine Jury hat sich einstimmig für den am 15. März 1930 in Kosice in der Slowakei geborenen und seit 1939 in Wien lebenden Dichter entschieden. Die Preisverleihung findet am 1. Februar 2002 statt.

Die Jury begründete ihre Entscheidung folgendermaßen: "Okopenko nimmt als Dichter eine besondere, fast versteckte Position in der österreichischen Literatur ein. Okopenkos Lyrik hebt ab auf den besonderen, manchmal epiphanischen Augenblick, auf den sich - häufig synästhetisch - seine Wahrnehmung konzentriert. Er selbst hat solche lyrische Verdichtung ,Fluidum' genannt. Das macht ihn zu einem - sehr eigenwilligen - Verwandten Georg Trakls."

Bliebe nur hinzuzufügen, dass der Verleger Heimrad Bäcker es war, der die längst vergriffene, für die Literatur der 50er in Wirkung und Rang freilich gar nicht zu überschätzende Lyrik Okopenkos im Sortiment der edition neue texte greifbar hielt. Okopenkos Romane sowie seine Essays werden mittlerweile im Ritter-Verlag neu aufgelegt. (poh - DER STANDARD, Print 13.8.2001)

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