Winnetou in Gföhl: "Im Tal des Todes"

12. August 2001, 20:42
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Karl-May-Festspiele im Waldviertel

Gföhl - Schon seit 1000 Jahren gibt es Gföhl (20 km nordwestlich von Krems, von Wien aus erreichbar mit Dr.-Richard-Bussen). Wirklich berühmt wurde dieser Ort ("Gföhl" = Gefäll = Holzschlag) aber erst durch Winnetou. Der darf dort jährlich aufleben und sterben, davor in jedem Fall aber ausgiebig reiten und gerecht sein.

Die Karl-May-Festspiele - die Antwort des Waldviertels auf die Erler Passionsspiele - auf der 3000 Zuschauer fassenden Freilicht- bzw. Freiwaldbühne Gföhls sind seit langem ein Ziel für Karl-May-und/oder Familienfans (Kinderprogramm am 15. 8. ab 11 Uhr: schminken, Waffen etc.). Heuer, an den Wochenenden und am 15. 8. (jeweils 17 Uhr), auf dem Programm: Im Tal des Todes. Hier greifen aus dem Gföhler Wald heraus die Maricopas das Fort Gila an und fordern entwendetes Heiligtum zurück (die seit Arno Schmidt blühende May-Forschung entdeckte hier Imperialismuskritik).

Aber, wie das gute Schicksal so spielt: Gleichzeitig reiten Winnetou (Martin Exel) - er wollte eigentlich zu einer Hochzeit - und, aus der Richtung vom Fort her, Old Shatterhand (Christopher Collin) - er wollte, lange vor Sigmund Freud, einer Tochter bei der Suche nach dem Vater helfen - aufeinander zu. Schnell merken sie: Die eigentlich Bösen und Heiligtumsdiebe sind nicht die im Fort, sondern eine Räuberbande.

In die Verwirrungen mischen sich natürlich noch Sam Hawkens, dann noch ein englischer Biologe und gar - gut für Gföhlsens Felsen - ein Geologe. Soweit Karl May. Für Gföhl wurde extra eine ungarische Stuntgruppe engagiert (sie arbeitete auch schon mit Pierre Brice und Arnold Schwarzenegger).(rire - DER STANDARD, Print 13.8.2001)


Gföhl, Tag der offenen Tür am 15. 8. ab 11 Uhr, sonst an Wochenenden ab 17 Uhr, (02716) 64 01. Bis 2. 9.
www.gfoehl.at

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