Wirkung von Mutterkraut aufgedeckt

12. August 2001, 17:15
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Einsatz in der Behandlung von Migräne

Yale - Wissenschafter der Universität von Yale haben herausgefunden, wie der entzündungshemmende Bestandteil von Mutterkraut wirkt. Die im Mutterkraut enthaltene Verbindung Parthenolide bindet das Protein IkappaB Kinase und stoppt dessen Wirkung im Entzündungsprozess. Das berichtet "Chemistry & Biology" in seiner aktuellen Ausgabe. Mutterkraut wurde bislang als alternatives Medikament zur Behandlung von Migräne eingesetzt.

Ein Forscherteam unter der Leitung von Craig Crews, Associate Professor für Biologie, Chemie und Pharmakologie, hat ein Derivativ von Parthenolide erzeugt und dann nach Proteinen gesucht, die sich an Parthenolide binden. IkappaB Kinase erwies sich als solches Protein. Parthenolide dockt an das Protein an und verhindert dessen Wirkung.

"Diese Forschungsergebnisse ermöglichen die Entwicklung von neuartigen entzündungshemmenden Medikamenten gegen Kopfschmerzen, Schwellungen, Rötungen und Entzündungen", so Crews. Für die tatsächliche Entwicklung eines Medikaments sollen nun weitere Hemmstoffe des Proteins gefunden werden. (pte)

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