Paramilitärs verschleppen mindestens 20 Jugendliche in Kolumbien

12. August 2001, 14:55
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Freilassung "innerhalb von sechs Monaten"

Bogota - Rechtsgerichtete Paramilitärs haben in Kolumbien mindestens 20 Jugendliche entführt. Die schwer bewaffneten Männner drangen am Samstag in die Ortschaft Tauramena im Osten es Landes ein und zerrten die Jugendlichen aus ihren Häusern, wie die Dorfbewohner berichteten. Demnach kündigten die Paramilitärs an, die Entführten innerhalb von sechs Monaten wieder freizulassen.

In Kolumbien herrscht seit 37 Jahren Bürgerkrieg zwischen linksgerichteter Guerilla, rechten Paramilitärs und der Armee. Mehr als 200.000 Menschen wurden bisher getötet. Durch ihr brutales Vorgehen versuchen die Paramilitärs die Landbevölkerung, die mutmaßlich die Guerilla unterstützt, einzuschüchtern. (APA)

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