Rücktritt vom Rücktritt

14. August 2001, 14:11
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Walter Kogler kann Österreichs Nationalteam nicht im Stich lassen

Innsbruck/Wien - Mit Walter Kogler berief Teamchef Otto Baric einen alten Haudegen für das Schweiz-Länderspiel ein. Rund zwei Jahre nach seinem freiwilligen Rücktritt im Spätsommer 1999 nach dem Länderspiel gegen Schweden in Malmö kehrt der Tirol-Verteidiger zurück - eigentlich wenig überraschend.

Schnörkel- und kompromisslos

Der 33-jährige gebürtige Kärntner ist beim regierenden Titelträger FC Tirol eine fixe Größe in der Abwehr. Kurt Jara schätzt sein schnörkel- und kompromissloses Spiel in der Abwehr, das auch Teamchef Otto Baric vor drei Jahren als LASK-Trainer kennengelernt hat.

Das Teamcomeback kommt für Walter Kogler nicht überraschend: "In den vergangenen Wochen hat Baric einige Male mit mir geredet, ich habe damit gerechnet." Leicht hat sich Kogler den Entschluss, noch einmal das Teamtrikot überzustreifen, nicht gemacht. Er hat lange überlegt. "Ich hatte andere Ambitionen und meine Rolle eigentlich nicht mehr im Nationalteam gesehen."

Eine Angelegenheit des Herzens

Schließlich sagte Kogler dem Teamchef aber doch zu: "Weil mir der Fußball in Österreich am Herzen liegt. Da kann man das Nationalteam nicht im Stich lassen. Ich hoffe, ich kann der Mannschaft und auch dem Teamchef irgendwie helfen." Dass er vor zwei Jahren nach dem Freundschaftsspiel gegen Schweden (0:0 in Malmö), in dem er allerdings nicht zum Einsatz kam, das Teamtrikot ablegte, habe nichts damit zu tun, dass er kurz zuvor auch beim 0:9 gegen Spanien in Valencia (er kam für Feiersinger) und auch in Tel Aviv gegen Israel (0:5) dabei war. "Ich war damals 31, das Alter hat gepasst, eigentlich war es der richtige Zeitpunkt." (APA)

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