An Creutzfeld-Jakob erkrankte Britin auf dem Wege der Besserung

13. August 2001, 12:16
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Neues Medikament mit überraschender Wirkung

London - Eine an der menschlichen Form des Rinderwahnsinns BSE erkrankte Britin ist einem Pressebericht zufolge nach dem Test eines neuen Medikaments auf dem Weg der Besserung. Der 20-Jährigen sei im vergangenen Juni eine Variante der Creutzfeld- Jakob-Krankheit (vCJD) diagnostiziert worden, berichtete die Londoner Zeitung "Mail on Sunday".

Ärzte hätten der zuvor völlig gesunden jungen Frau bescheinigt, sie habe nur noch ein Jahr zu leben. In der Folgezeit habe sie ihre Fähigkeiten zum Sprechen, Gehen und Essen verloren, meldete das Blatt weiter. Daraufhin habe ihr Vater den Mediziner Stanley Prusiner kontaktiert, der 1997 den Medizin-Nobelpreis für seine BSE-Forschung erhielt. Nach einer Behandlung mit einem neuen Medikament durch Prusiners Team in Kalifornien besserte sich der Zustand der 20- Jährigen demnach überraschend. Die Frau könne nun wieder sprechen und ohne Hilfe gehen.

Ein Sprecher des britischen Gesungheitsministeriums nannte die ersten Testergebnisse der Arznei "ermutigend". Die ersten Fälle von Creutzfeld-Jakob traten 1996 in Großbritannien auf. Seitdem sind dort daran 106 Menschen erkrankt, die meisten von ihnen starben bereits. Die Krankheitserreger zerfressen das menschliche Gehirn, so dass es am Ende wie ein Schwamm aussieht. Die Rinderseuche BSE hat ähnliche Symptome. (APA)

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