Politischer UCK-Chef Ali Ahmeti stimmt Mazedonien-Abkommen zu

11. August 2001, 17:15
4 Postings

Verhandlungen mit der NATO geplant

Skopje - Die "Partisanen-Armee der Mazdeonien-Albaner" (UCK) stimmt nach den Worten des Leiters ihrer politischen Abteilung, Ali Ahmeti, der geplanten Verfassungsänderung zu, die seiner Volksgruppe die Gleichberechtigung geben soll. Im albanisch-sprachigen Dienst der "Voice of America" sagte Ahmeti am Freitagabend, obwohl nicht alle Forderungen der Aufständischen erfüllt worden seien, werde seine Organisation die Waffen niederlegen. Über die Einzelheiten werde mit der NATO verhandelt, die eine Brigade nach Mazdeonien schicken will, um die Waffen entgegenzunehmen. Am Samstag blieb es in Mazdeonien weitgehend ruhig.

Die politischen Parteien der Mazedonier und der Mazedonien-Albaner wollen die am Mittwoch erzielte Vereinbarung am Montag unterzeichnen. Dann müssen die Verfassungsänderungen noch vom Parlament mit Zweidrittelmehrheit beschlossen werden. Offen ist noch, ob die Regierung den Aufständischen zusätzlich Straffreiheit zusichert und sie unbehelligt im Lande leben lässt. Es sehe so aus, als sei die Regierung noch weit davon entfernt, verlautete am Samstag aus Kreisen westlicher Diplomaten in Skopje. Zweifelhaft sei nach der Eskalation der letzten Tage auch, ob die neue Waffenruhe wirklich halte.

Am Mittwoch starben in einem Hinterhalt der Rebellen zehn Soldaten, nachdem am Tag vorher in Skopje fünf Freischärler erschossen worden waren. Am Freitag fuhr in den Bergen bei Skopje ein Militärlastwagen auf eine Mine. Sieben Soldaten waren sofort tot; in der Nacht zum Samstag starb ein weiterer Soldat. Ahmeti äußerte Bedauern über den Tod der Soldaten, sagte aber, es sei nicht klar, ob die Mine von seinen Leute stamme oder von der Armee. (APA/Reuters)

Share if you care.