US-Marineinfanterie wirft "Osprey"-Offizieren Fälschung vor

11. August 2001, 16:37
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Bei zwei Abstürzen 23 Soldaten getötet

Washington - Der Staffelkommandeur des vom Unglück verfolgten US-Senkrechtstarters Osprey und sieben weitere Offiziere sind von der Marineinfanterie der Fälschung von Wartungsunterlagen angeklagt worden. Nach Medienberichten vom Samstag drohen ihnen Hausarrest bis zu 60 Tagen und eine Geldstrafe.

Die experimentelle Osprey darf nach zwei Abstürzen vorerst nicht mehr fliegen. Dabei waren 23 Soldaten getötet worden. Der Staffelkommandeur, Oberstleutnant Odin Leberman, soll die Manipulation der Wartungspapiere angeordnet haben, um das angeschlagene Programm zu retten. Einen Zusammenhang zwischen der Fälschung und den Unglücken gibt es nach Angaben der Marineinfanterie jedoch nicht. Der Offizier war im Jänner suspendiert worden.

Die Maschine "MV 22 Osprey", die sich seit zehn Jahren in der Entwicklung befindet, soll den CH-46-Helikopter aus der Vietnamzeit ersetzen. Sie startet und landet mit Hilfe von Rotoren senkrecht wie ein Helikopter und fliegt dann wie ein Flugzeug und kann so Geschwindigkeiten von über 600 Stundenkilometer erreichen. Damit ist die Osprey-Maschine doppelt so schnell wie der CH-46-Hubschrauber. Sie kann auch höher fliegen und länger in der Luft bleiben. (APA)

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