ÖSV-Doppelsieg in Hinterzarten

12. August 2001, 17:55
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Höllwarth gewann vor Goldberger und Schmitt, der sich selbst den Anlauf verkürzte

Hinterzarten - Die österreichischen Skispringer haben am Sonntag beim Sommer-Grand-Prix in Hinterzarten ihren guten Eindruck vom Vortag mehr als bestätigt. Martin Höllwarth gewann vor Andreas Goldberger, Dritter wurde der Deutsche Martin Schmitt. Vortagessieger Adam Malysz wurde Neunter, Stefan Horngacher als Dritter vom Samstag kam nur auf Position 24. Ins Finale kamen auch Andreas Widhölzl (13.) und Wolfgang Loitzl (29.). In der Gesamtwertung führt Schmitt (140 Punkte) vor Malysz (129), Goldberger (120) und Höllwarth (114).

Nach dem ersten Durchgang sah es für die ÖSV-Crew bei weitem nicht so gut aus, nicht einmal der Mannschafts-Erfolg wie zum Auftakt der Springer-Serie mit vier Athleten unter den Top Ten schien möglich. Goldberger war als Bester Fünfter, Höllwarth rangierte auf Position acht, Widhölzl war Zwölfter und Horngacher (17.) sowie Loitzl (18.) waren schon ohne Chancen auf einen Podestplatz. Stefan Kaiser (48.) und Martin Koch (49.) verpassten die Qualifikation für den zweiten Durchgang, Manuel Fettner jene für das Springen.

Tageshöchstweite für Höllwarth

Im zweiten Heat nützte Höllwarth die bei seinem Sprung optimalen Windbedingungen. Mit 111 Metern fixierte er absolute Tageshöchstweite und blieb nur eineinhalb Meter unter dem Schanzenrekord. Dem Tiroler kam Goldberger mit konstanten Sprüngen auf 100,5 und 102,0 m am nächsten, blieb aber 8,5 Punkte hinter seinem Landsmann. Goldberger ließ Schmitt 0,5 Punkte hinter sich, der Lokalmatador war aber wegen zu starken Aufwindes freiwillig eine Luke tiefer als die Konkurrenz weg gesprungen und verspielte so seine Halbzeit-Führung.

Für ÖSV-Chefcoach Toni Innauer hat Schmitt zu sehr auf Sicherheit gesetzt: "Er hat gedacht, es geht sich auch so aus und ist dann eben ein paar Meter zu wenig weit gesprungen. Hölli hat den Rest des Feldes mit seinem Sprung sehr unter Druck gesetzt und den günstigen Wind mit aller Härte genützt. So weit muss man erst einmal springen, außerdem hatte er im ersten Durchgang nicht so gute Verhältnisse wie andere. Und Goldi hat eine sehr stabile Leistung geboten." (APA)

Ergebnisse vom zweiten Bewerb des Sommer-Grand-Prix der Skispringer am Sonntag in Hinterzarten:

1. Martin Höllwarth (AUT) 266,5 (100,5/111,0)
2. Andreas Goldberger (AUT) 258,0 (100,5/102,0)
3. Martin Schmitt (GER) 257,5 (106,5/ 98,5)
4. Igor Medved (SLO) 256,5 ( 97,5/106,0)
5. Christof Duffner (GER) 256,0 (103,0/ 99,5)
6. Janne Ahonen (NOR) 254,5 ( 99,5/102,0)
7. Wojciech Skupien (POL) 251,5 ( 96,5/104,5)
8. Michael Uhrmann (GER) 250,5 (100,5/100,5)
9. Masahiko Harada (JPN) 248,5 (102,5/ 98,0)
. Adam Malysz (POL) 248,5 (102,5/ 97,0)
weiter:
13. Andreas Widhölzl (AUT) 239,0 ( 97,0/ 98,0)
24. Stefan Horngacher (AUT) 222,5 ( 96,0/ 92,0)
29. Wolfgang Loitzl (AUT) 217,5 ( 95,5/ 89,5)

Nicht für den zweiten Durchgang qualifiziert: 48. Stefan Kaiser, 49. Martin Koch (beide AUT) In der Qualifikation gescheitert: Manuel Fettner (AUT)

Gesamtwertung nach zwei Springen:

1. Schmitt 140 Punkte
2. Malysz 129
3. Goldberger 120
4. Höllwarth 114

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