Blecha kritisiert "blau-schwarze Zusperr-Politik"

11. August 2001, 13:22
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Rauch-Kallat: "Primitive Machtpolitik auf dem Rücken der Pensionisten"

Wien - Gegen die geplante Schließung von Postämtern und Gendarmerieposten wendet sich der SP-Pensionistenverband Österreichs. Präsident Karl Blecha erklärte am Samstag wandte sich gegen die "blau-schwarze Zusperr-Politik" und meinte, gerade ältere Menschen in ländlichen Gebieten seien vom "infrastrukturellen Kahlschlag" betroffen.

Blecha forderte eine Aufwertung der Landgemeinden durch eine Infrastruktur-Offensive. Es gebe zahlreiche "Hilferufen" älterer Menschen beim Pensionistenverband, die "fassungslos" über die "kalte Zusperr-Politik der Regierung" seien.

Rauch-Kallat weist Kritik zurück

ÖVP-Generalsekretärin Maria Rauch-Kallat hat die Vorwürfe Karl Blechas zurück gewiesen. Sie meinte, Blecha sei grundsätzlich gegen alle Reformen und betreibe seine "primitive Machtpolitik" auf dem Rücken der Pensionisten.

"Blecha will uns wohl glauben machen, dass ab morgen keine Post mehr ausgetragen und kein Dieb mehr verhaftet wird". In Wahrheit würde die Verwaltungsreform der Bundesregierung besonders für ältere Menschen wesentliche Vorteile mit sich bringen. Denn durch die Reformen würde die Verwaltung vereinfacht und viele Amtswege von zu Hause aus erledigt werden können oder überhaupt überflüssig werden. (APA)

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