Verteuerung von RAM-Bausteinen zu erwarten

12. August 2001, 11:33
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Speicherhersteller schrauben Produktion zurück – Neue Anwendungen bringen erhöhte Nachfrage mit sich

Nach einer kurzen Phase der Stagnation sind die Speicherpreise zur Zeit wieder etwas im Sinken. So billig wie momentan waren RAM-Bausteine noch nie zu haben. Doch gaben einige Speicherhersteller bekannt, als Antwort auf diese Marktentwicklung ihre Produktionen teilweise zu drosseln oder sogar zeitweise einzustellen. Zusammen mit der baldigen Einführung neuer Anwendungen, allen voran natürlich Microsofts neuem Betriebssystem Windows XP, könnte eine Verteuerung von Speicherbausteinen auf die Konsumenten zukommen.

Produktion wird gedrosselt

Kürzlich kündigte Toshiba an, die gesamte DRAM-Produktionslinie schließen zu wollen. Weitere Unternehmen wie etwa Dominion Semiconductors, Winbond und Hynix meldeten eine starke Drosselung ihrer Speicherproduktion in nächster Zeit. Viele klienere Firmen vor allem in Europa konnten schon vor einiger Zeit mit dem harten Preiskampf nicht mehr mithalten und stiegen aus der Fertigung aus. Einzig Branchengröße wie etwa Samsung Semiconductors und Micron können ihre Produkte noch zu Tiefstpreisen liefern und herstellen und liefern sich so ein hartes Kräftemessen.

Neue Produkte verlangen hohe Speicherkapazitäten

Gleichzeitig kommen neue Anwendungen mit immer höheren Anforderungen an die Computer auf den Markt. Sowohl Spiele, wie etwa die neue Generation von Ego-Shootern, als auch neue Betriebssysteme, allen voran Microsofts Windows XP, brauchen immer mehr Arbeitsspeicher um gut zu funktionieren.

Wann kommt die Verteuerung?

Die logische Konsequenz dieser Entwicklungen kann eigentlich nur eine Verteuerung der RAM-Bausteine sein. Die Frage ist eigentlich nur, wann es soweit sein wird. Die Speicherhersteller können nicht mehr allzu lange zu diesen Tiefstpreisen produzieren und drängen auf eine rasche Einführung von Windows XP. Sollte das Betriebssystem wie geplant, am 25. Oktober auf den Markt kommen, werden die Speicherpreise wohl bis Weihnachten wieder kräftig nach oben schießen. Allerdings gehen Experten davon aus, dass aufgrund des starken Preisverfalls der letzten Monate keine neuen Höchstpreise für RAM-Bausteine zu erwarten sind. Wirklich teuer wird wohl erst wieder die nächste Generation der Speicherhardware werden. (red)

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