Handystrahl-Messgerät aus Seibersdorf heiß begehrt

11. August 2001, 11:14
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Entwicklung gilt als kleinstes und genauestes Gerät am Markt

Die Austrian Research Centers Seibersdorf (ARCS) haben ein Messgerät entwickelt, das die hochfrequente Strahlung von Handys und Handymasten exakt bestimmen kann. Den Forschern wurde nun auf einem Kongress in den USA von einer unabhängigen Expertenkommission bescheinigt, die derzeit beste Methode zur Messung von Handystrahen gefunden zu haben. Auf dem Kongress diskutierten Wissenschafter über die Wirkung elektromagnetischer Felder auf den menschlichen Körper.

"Addition of 3 Field Components"

Die Seibersdorfer Entwicklung trägt den Namen "Addition of 3 Field Components" (Add3D), "weil bei unserem Verfahren die Messung in drei Richtungen erfolgt", erklärte Wolfgang Müllner, Leiter des Geschäftsfeldes Informationstechnologien der ARCS. Kernstück von Add3D ist eine Antenne, die Feldstärken im Hochfrequenzbereich bis 2,5 Gigahertz messen kann und als kleinstes und genauestes Empfangsgerät auf dem internationalen Markt gilt. Zusätzlich sind auf Add3D noch eine Positioniereinrichtung und ein Messempfänger angebracht.

Erfolgreiche Tests absolviert

Die Seiberdorfer Forscher haben das Mess-Gerät u.a. in Italien und in der Schweiz bereits erfolgreich getestet. In beiden Ländern schreiben die Regulierungsbehörden besonders strenge Grenzwerte für die Ausstrahlung von elektromagnetischen Feldern vor. Das Interesse an dem neuartigen Gerät ist jedenfalls so groß, dass es jetzt auf Messen in Kanada und Taiwan dem Fachpublikum präsentiert wird. In Österreich ist Add3D im Oktober auf der Elektronik- und Elektrotechnikmesse VIET im Wiener Prater zu sehen.(pte)

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