Die Andeutung eines Versprechens

11. August 2001, 00:19
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Konrad Paul Liessmann über das Schicksal des Eros in einem Zeitalter des Sex.

Erotik lebt vom Wechselspiel von Enthüllen und Verhüllen, sie hat mit spielerischer Andeutung, schwebender Unsicherheit und dem Offenhalten für Möglichkeiten zu tun. All das widerspricht der mittlerweile geforderten sofortigen Bedürfnisbefriedigung. Konrad Paul Liessmann über das Schicksal des Eros in einem Zeitalter des Sex.
Vorsicht, meine schöne Unbekannte! Vorsicht; aus einem Wagen heraustreten ist nicht so leicht, ja es kann ein entscheidender Schritt sein. Die Wagentritte sind ja so verkehrt eingerichtet, dass man alle seine Grazie fahren lassen muss, wenn man glücklich herauskommen will; Aber springen Sie doch um Gotteswillen nicht heraus, ich bitte Sie; es ist ja dunkel; ich will Sie nicht stören, ich bleibe dort unter der Straßenlaterne stehen, dann können Sie mich unmöglich sehen, und man wird doch nur dann verlegen, wenn man weiß, dass man gesehen wird - also steigen Sie aus! Lassen Sie den reizenden kleinen Fuß sich in der Welt versuchen! Nur Mut! Verlassen Sie sich auf ihn, er wird schon festen Grund finden, und erfasst Sie für einen Augenblick ein Grauen, weil es Ihnen ist, als suchten Sie ihn vergebens, ja, ist Ihnen noch bange, nachdem Sie ihn gefunden? O, ziehen Sie nur rasch den andern Fuß nach - wer könnte so grausam sein, Sie in dieser gefährlichen Situation schweben zu lassen, wer wäre so alles Schönheitssinnes bar, dass er für die Offenbarung des Schönen kein Auge hätte?"

Mit diesen Sätzen beginnt einer der faszinierendsten und subtilsten philosophisch-literarischen Versuche, dem Phänomen des Erotischen auf die Spur zu kommen: Sören Kierkegaards Tagebuch des Verführers, das er dem ersten Band seines Erstlings Entweder-Oder beigegeben hatte. Alles, was Eros einmal bedeuten konnte, ist in diesen wenigen Sätzen schon angelegt. Johannes, genannt der Verführer, erblickt ein blutjunges Mädchen, dessen Knöchel sich beim Aussteigen aus einer Kutsche entblößt. Die Mischung unschuldiger Grazie und kindlicher Unbeholfenheit enthusiasmiert den verborgenen Beobachter, der in diesem Moment schon weiß, dass damit das Schicksal des Mädchens besiegelt ist. Wiewohl mit ihrem hübschen Fuß nach festem Grund tastend, graut der jungen Frau mit Recht vor diesem Schritt, sie ahnt die Gefahr, ohne zu wissen, was auf sie zukommt. Allerdings. Ihr Verführer nimmt sich Zeit: "Nur nicht ungeduldig! Es muss alles in langsamen Zügen genossen werden." Johannes wird das Mädchen ein halbes Jahr lang nach allen Regeln der Kunst umgarnen, wird das erotische Spiel schlechthin, das von Andeutung und Zurücknahme, von Distanz und Nähe, von Angriff und Rückzug bis zum Exzess spielen, so lange, bis sein Opfer glaubt, ihn zu lieben, sie wird sich ihm hingeben, und er wird sie dann fallen lassen. Er hatte nicht nur, vielleicht nicht einmal in erster Linie ihren Körper begehrt, er hat in ihr die Schönheit begehrt und in dieser das Begehren selbst geliebt.

Die Klage über den Verlust des Erotischen ist gegenwärtig ubiquitär. Das erotische Begehren, die Koketterie und die Kunst der Verführung, die knisternde Spannung zwischen den Geschlechtern, die geheimnisvollen, anrüchigen und verbotenen Dimensionen des Begehrens, das Mysterium der Lust, aber auch die großen Ekstasen des Fleisches, die unbändigen Leidenschaften - all das sind Bestimmungen des Erotischen, die in einer Zeit, die nur noch von "Sex" spricht, höchst antiquiert wirken mögen. Das Erotische scheint verschwunden, an seine Stelle sind die unterschiedlichsten Varianten der Sexualität getreten, die längst zu einer rasch konsumierbaren Ware geworden sind. Wesentliches Kennzeichen des Erotischen - die spielerische Andeutung, das Offenhalten für Möglichkeiten, die schwebende Unsicherheit, auch das Abstandhalten und die Zurücknahme - sind dem Imperativ der schnellen, unmittelbaren und kostengünstigen Bedürfnisbefriedigung gewichen. Und wo das Erotisch-Sexuelle kompliziert zu werden droht, winken Eros-Center und Internet mit den Versprechen problemloser und rascher Befriedigung, von der man nicht zu sagen wüsste, ob diese noch ein Ersatz für etwas anderes oder schon dieses selbst ist. Moderne Reproduktionstechnologien, die kalte Welt des Cyber-Sex, das Diktat der Spaß-Kultur und das grelle Scheinwerferlicht der Medien signalisieren, dass auch die Erotik längst entzaubert und, aller Tabus entkleidet, zu einer Sache von Markt, Wissenschaft und Technik reduziert worden ist.

Das Erotische in der bei Kierkegaard beschriebenen Szene lebt nicht nur von einer Differenz zwischen den Geschlechtern, die längst hinfällig geworden ist, es lebt vor allem von einer Gestik des Entblößens, die wusste, dass das Wechselspiel von Enthüllen und Verhüllen nicht nur in einem faktischen Sinn das erotische Begehren strukturiert, sondern dem Eros auch seine philosophische Dignität gibt. Denn immerhin dachte sich das Abendland die Wahrheit als ein Weib, das seiner Enthüllung harrt, ohne sich dem lüsternen Erkenntnissuchenden je vollständig preiszugeben. Eros ist nicht nur, aber in hohem Maße ein Spiel mit dem Verbergen und Entbergen von Wahrheiten, und die zufällig oder gezielt dem Blick preisgegebene nackte Haut, die mehr ahnen als sehen ließ, galt lange als das sinnfälligste Moment in der Dynamik erotischer Begegnungen. Nirgendwo wird die Krise des Eros deshalb deutlicher als in der Dominanz von purer und unverblümt zur Schau gestellter Nacktheit.

Im Umgang mit Nacktheit kennt die Moderne zumindest zwei Strategien, das Erotische auszuklammern: Einmal die Verklärung der Nacktheit zu einem Zustand der Natürlichkeit, der selbst erotisch unschuldig ist; und zum anderen die drastische Inszenierung von Nacktheit als unmittelbaren sexuellen Reiz und Anreiz. Aus der rousseauistisch getönten Beschwörung einer natürlichen Nacktheit resultierten nicht zuletzt die Freikörperkulturen des frühen 20. Jahrhunderts und die davon abgeleitete durchaus prüde FKK-Ästhetik. Wohl lässt man alle Hüllen fallen, aber gleichzeitig wird mehr als deutlich, dass der nackte, vom Tageslicht ausgeleuchtete Körper nur in den seltensten Fällen selbst ein erotischer Stimulus sein kann und sein darf. Nur wer sich an Nacktheit an sich stößt, wird sich auch an einer unverblümten Zurschaustellung von Nacktheit stoßen, die reizlos geworden ist, weil sie nichts mehr verbirgt. Dieser objektive Blick auf eine als natürlich deklarierte Nacktheit manifestiert sich noch in den in den letzten Jahren entstandenen Fotografien von Jock Sturges, die alle auf Nacktstränden aufgenommen wurden. Allerdings lässt Sturges seine Amateurmodelle posieren, er streicht die ideologische Natürlichkeit durch ein inszeniertes Arrangement gleichsam durch. Manche dieser Fotos mögen deshalb auch gewagt erscheinen, etwa die Darstellung von sehr jungen Mädchen in allen Stadien ihres Reifungsprozesses. Dieser Eindruck der Gewagtheit verdankt sich einerseits einer neuen Prüderie, die nicht mehr Nacktheit an sich, wohl aber die Nacktheit von Minderjährigen tabuisieren möchte, und andererseits der Tatsache, dass Nacktheit jederzeit, unter Umgehung des Erotischen, in Pornographie umschlagen kann - es genügt dazu oft nur eine wenig veränderte Perspektive.

Nacktheit war allerdings seit der Antike eine der Möglichkeiten für die Darstellung von Schönheit. Es war damit allerdings nie die natürliche Nacktheit, sondern eine idealisierte intendiert. Und auch die avancierte Aktfotografie unserer Tage kennt die Möglichkeit, den nackten Körper so festzuhalten, dass er zu einer skulpturalen Form findet, die ein erotisches Moment durch die Kraft der ästhetischen Gestaltung zumindest ermöglicht. Wenn Claudio Alessandri nackte Frauen fotografiert, von denen betont wird, dass es sich um keine professionellen Modelle handelt und sie vor einem schwarzen Hintergrund ausleuchtet und damit jeden Bezug zu einer den Körper umgebenden Wirklichkeit durchstreicht, ohne dass die Körper die Haltung des Obszönen einnehmen müssten, so schimmert dabei eine Urform des Erotischen durch: die Schönheit der Körper als Ausdruck des Willens zum Ästhetischen. Es ist die Form selbst, die am nackten Körper, der nichts zu verbergen hat, doch etwas verbirgt, die ein Versprechen andeutet, obwohl schon alles gesagt scheint.

Natürlich: Ohne Sinnlichkeit, ohne Nacktheit, ohne Sexualität, ohne die Begierde gäbe es auch keine Erotik. Eros aber entsteht erst dort, wo die unmittelbare Triebbefriedigung, wenn vielleicht auch nur für kurze Zeit, aufgeschoben wird und dieser Aufschub als Gelegenheit genutzt wird, in der nicht nur eine Blöße bedeckt bleibt, sondern in der auch das Begehren sich selbst maskieren kann. Das nackte, in allen Details vorgeführte und technisch exekutierte Begehren mag interessant sein, manchmal sogar aufreizend, eine Krücke für die Entfaltung der eigenen Lüste, die Atmosphäre des Erotischen werden solche Darstellungen selten vermitteln. Das gilt schon für die ermüdenden Arrangements des Marquis de Sade, und auch die jüngsten Schock-Bekenntnisse aus Frankreich, etwa die Memoiren der Catherine Millet, demonstrieren, dass es mit der Erotik, ja vielleicht mit der Liebeskunst schlechthin vorbei ist. Dass uns vor allem aus Frankreich, dem einstigen Land raffinierter Verführungskünste, eine Reihe von Büchern erreicht, in denen der Swinger-Club zum Inbegriff der sexuellen Erfüllung geworden zu sein scheint, ließe sich als treffende Diagnose des Zeitalters interpretieren: liberale Geschäftigkeit, die Reduzierung auch der sexuellen Beziehungen auf die Form des Tausches und Austausches, auf das - wie es schon Karl Marx beschrieben hat - "nackte Interesse", auf die "gefühllose bare Zahlung". Die Eintrittskarte in den Swinger-Club ähnelt dann auch frappant Immanuel Kants Definition der bürgerlichen Ehe: ein Vertrag, mit dem man das Recht zum wechselseitigen Gebrauch von (allen vorhandenen) Geschlechtswerkzeugen erwirbt.

Erotik allerdings ist das Gegenteil einer offenen Tauschbeziehung. Sie hat mit dem falschen Spiel der Verführung zu tun, mit asymmetrischen Verhältnissen, mit jener doppeldeutigen Rede, die immer etwas anderes meint, als sie sagt, mit Andeutungen und Anspielungen, kurz mit all jenen Strategien der Täuschung, die eine auf Unmittelbarkeit und vermeintliche Authentizität versessene Epoche im Grunde nicht dulden kann. Eine Gesellschaft, die sich alle Belange nach dem Verhältnis von Angebot und Nachfrage und nach dem Modell des Konsums organisiert, kann es zu keiner Erotik, sondern eben nur zu einer Sex- und Pornoindustrie bringen.

Erst die Masken des Begehrens, die dieses zu einem erotischen Abenteuer machen, erlauben es, dass das Begehren zu sich selber Stellung nimmt. Kierkegaards Verführer hat nicht nur das Objekt seiner Begierde genossen, sondern auch die parallel dazu durchgeführte Reflexion auf die Verführung selbst. Das Erotische, so könnte man auch sagen, ist die Spur des Geistes dort, wo es um das Andere des Geistes schlechthin, um die Körper geht. Nur solche Körper können dann auch erotisch faszinieren, die imstande sind, dieses Moment von Geistigkeit, von Reflexivität, von Distanz und Verweigerung zu evozieren. In ihrer unmittelbaren Sinnlichkeit sich darbietende Körper mögen aufgeilen, sie mögen die Begierde anstacheln, erotisch wird man sie schwerlich nennen können.

Erotik ist das Erscheinen des Geistes am Körper. So hatte es zumindest Platon gesehen. In seinem denkwürdigen Symposion, bei dem sich Athener Intellektuelle zu einem feucht-fröhlichen Gelage zusammenfinden, um Lobreden auf den Gott Eros zu halten, verblüfft der mit Verspätung dazukommende Sokrates seine Freunde durch eine Rede, die erzählt, wie er in seiner Jugend durch eine Priesterin, Diotima, in die Geheimnisse des Eros eingeweiht worden war. Das Erste, was ihm die Frau klargemacht hatte, war, dass Eros selbst keine besonders attraktive Gottheit ist: Eros hat etwas damit zu tun, dass man das Schöne begehrt. Eros selbst, der Gott, ist jedoch nicht schön. Wer liebt, wer begehrt, dem fehlt offensichtlich etwas. Eros ist prinzipiell defizitär. Er wird beschrieben als ein struppiger, aber listiger Gott, der immer wieder Mittel und Möglichkeiten findet, um dem Begehren seinen Weg zu bahnen. Eros als symbolische Verkörperung des Erotischen ist selbst also nicht das Begehrenswerte, sondern das Begehren. Begehrenswert hingegen ist für Platon ausschließlich das Schöne, das sich wohl über die Begegnung und Berührung mit schönen Körpern erfahren, aber nicht darauf reduzieren lässt: "Denn das ist der richtige Weg, um selbständig oder von einem anderen geleitet das Ziel der Liebe zu erreichen: beginnend mit dem sinnlich Schönen hienieden muss man dem Schönen zuliebe Schritt für Schritt immer weiter emporsteigen, als ginge es eine Stufenleiter hinauf, von einem einzelnen Schönen zu zweien und von zweien zu allen schönen Körpern, von den schönen Körpern sodann zu den schönen Lebensberufen und von diesen zu den schönen Wissensgebieten und von diesen Wissensgebieten aus gelangt man schließlich zu jenem Wissensgebiet, das nichts anderes zu seinem Gegenstand hat als eben jenes Schöne selbst, das er nun schließlich in seiner Reinheit erkennt."

Schönheit also. Das erotische Begehren begehrt das Schöne, in welcher Gestalt auch immer. Mit diesem Idealismus musste jede Auseinandersetzung mit dem Phänomen des Erotischen zurechtkommen, und dort, wie die Schönheit als Prinzip des Erotischen demonstrativ missachtet wird, will auch dieses sich nicht wirklich einstellen. Dass manche, vor allem amerikanische Kritiker gegen Patrice Chéreaus Intimacy einwandten, dass der Anblick solch hässlicher Menschen beim Geschlechtsverkehr kein großes Vergnügen bedeute, war nicht nur einem normierten Hollywood-Geschmack und dem umgekehrt falschen Ideal einer sterilen Film-Ästhetik geschuldet; mit der Hässlichkeit von Chéreaus Protagonisten wird ein prinzipieller Einspruch gegen das Platonische Ideal der Schönheit als dem Objekt des Begehrens formuliert, ein Einwand, der jene radikale Umwertung des Verhältnisses von Schönheit und Begierde, die Friedrich Nietzsche vorgenommen hatte, voraussetzt. An einer Stelle aus den Nachgelassenen Fragmenten heißt es bei Nietzsche einmal: "Es ist erstaunlich, zu welcher Thorheit selbst die Sinnlichkeit durch die Liebe verleitet werden kann, wie die Sinnlichkeit allen guten Geschmack verliert, und das Hässliche schön heißt, sobald ihr die Liebe zuredet." Ähnlich wie Baruch Spinoza in seiner Ethik formulierte, "dass wir nichts erstreben, wollen, verlangen oder begehren, weil wir es für gut halten, sondern, dass wir umgekehrt darum etwas für gut halten, weil wir es erstreben, wollen, verlangen oder begehren", ließe sich mit Nietzsche formulieren, dass wir nichts begehren, weil es schön ist, sondern dass wir etwas dann als schön empfinden, wenn wir es begehren - und sei es noch das Hässlichste selbst. Das allerdings macht den Begehrenden, der etwas begehrt, was nicht allen gefällt, in der Regel zu einer ziemlich einsamen Figur.

Das Begehrte schön zu finden, ist nicht die schlechteste Strategie, die Eros, der listige Gott, anwendet, um auch dann zu seinem Ziel zu finden, wenn die Chancen an sich schlecht stehen. Die Geschichte der abendländischen Erotik ist durchsetzt von jenen Geschichten, in denen erst ein gesteuerter Zufall die Dramatik und oft auch die Tragödie des Begehrens in Gang setzt. Schon Nietzsche hatte bemerkt, dass Fausts Begierde nach Gretchen jenem Hexentrank zu verdanken war, der ihn Helenen in jedem Weib erblicken lassen sollte; Gretchen hatte das Glück oder das Unglück gehabt, dem mit Begierde vergifteten Doktor als Erste über den Weg zu laufen. Er hätte wohl jede genommen. Und die vielleicht schönste Liebesgeschichte der Moderne, Richard Wagners Tristan und Isolde, gewinnt ihre verzweifelte Dimension ebenfalls durch einen Liebestrank, der unbeabsichtigt ausgeschenkt wird und ein Begehren entfacht, das alle gesellschaftlichen Schranken sprengen und erst im Tod Erfüllung finden wird. Angesichts der erotischen Spannung, die solche Kunstwerke einmal erzeugen konnten, ohne dass auf nackte Haut, erigierte Geschlechtswerkzeuge und lautes Stöhnen zurückgegriffen werden musste, wirkt die gegenwärtige Omnipräsenz und unmittelbare Verfügbarkeit des Sexus dann doch eher langweilig. Es kann allerdings vermutet werden, dass die Erotik, trotz vieler Klagen, nicht verschwinden wird. Es liegt im Wesen des Begehrens, dass es seine unmittelbare, einfache Befriedigung immer wieder selbst sabotiert. Und dort, wo alle Nacktheit dieser Welt um wenig Geld für jedermann zu haben ist, wird der Anblick eines zufällig entblößten Mädchenfußes vielleicht bald wieder zu einer erotisch-existenziellen Erfahrung ersten Ranges werden. []

Konrad Paul Liessmann lehrt Philosophie an der Universität Wien. Er publizierte zahlreiche wissenschaftliche und essayistische Artikel zu Fragen der Ästhetik, Kunst- und Kulturphilosophie, Gesellschafts- und Medientheorie sowie zur Technikphilosophie. Zuletzt erschien von ihm im Zsolnay Verlag der Band "Philosophie des verbotenen Wissens. Friedrich Nietzsche und die schwarze Seite des Denkens".
(DER STANDARD, Album, 11./12.8.2001)

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