Waldbrände bei Marseille und Perpignan unter Kontrolle

12. August 2001, 12:26
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Knapp 1.500 Hektar Wald wurden ein Raub der Flammen

Marseille - Zwei großflächige Brände haben gefährlich nahe bei Marseille 850 Hektar Buschland und Pinienwälder vernichtet, die südfranzösische Hafenstadt aber verschont. Die Polizei geht in beiden Fällen von Brandstiftung aus. Am Samstag gelang es den Feuerwehren, mit der pausenlosen Unterstützung von Löschflugzeugen einen Großbrand östlich von Marseille ganz unter Kontrolle zu bringen.

Das Feuer hatten sich bereits auf etwa 600 Hektar ausgedehnt, ohne Wohnhäuser zu gefährden. Zuvor hatten die Florianijünger ein Flammenmeer nordwestlich der Stadt eingedämmt. Insgesamt waren in Südfrankreich 1.000 Feuerwehrleute im Einsatz. Hitze und Trockenheit begünstigten die Ausbreitung der Feuer.

Angefacht von einem starken Wind von bis zu 70 Stundenkilometern hatten sich die Flammen bei beiden Bränden rasch ausgebreitet. In dem bergigen und schwer zugänglichen Gebiet östlich von Marseille kämpften 500 Feuerwehrleute mühsam gegen den Brand. Die Straße nach Cassis musste gesperrt werden. In der Nacht davor hatten Feuerwehren den ersten Brand nordwestlich von Marseille erfolgreich bekämpft, der ebenfalls gelegt worden war und 250 Hektar Buschland sowie Pinienwald vernichtete. Nach der Evakuierung eines Viertels von L'Estaque drangen Plünderer in mehrere Wohnhäuser ein.

Auch östlich von Narbonne sind 600 Hektar Pinienwald und Buschland ein Raub der Flammen geworden, ehe die Brandbekämpfer das Feuer unter Kontrolle hatten. Bei diesem Brand waren ebenfalls Tankflugzeuge im ständigen Einsatz. In der Nähe von Perpignan waren am Freitag etwa 3.000 Camper vor einem Buschbrand in Sicherheit gebracht worden. (APA/dpa)

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