Glatt wie ein Babypo

22. August 2001, 18:51
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Enthaarungsmittel: Wer schön sein will, muss leiden. Dieser Sager wird jeden Sommer aktuell, wenn es darum geht, unerwünschte Haare zu entfernen. Wir testeten verschiedene Produkte.

Üppige Haarpracht - wer hätte die nicht gerne? Das heißt: am Kopf. Andernorts ist starker Haarwuchs weniger gefragt, zumindest in der Damenwelt. Doch was tun, wenn Mutter Natur es gut gemeint und Sie mit einem unerwünschten Fell ausgestattet hat? In diesem Fall gibt es zwei Möglichkeiten: tarnen und täuschen, also mit Bleichcreme die dunklen Borsten in blonden Flaum zu verwandeln trachten - eine Lösung, die vor allem bei Gesichtsbehaarung häufig zur Anwendung kommt. Oder das haarige Problem eliminieren. Dabei muss man zwischen zwei häufig verwechselten Begriffen unterscheiden: Epilation und Depilation. Erstere bezeichnet die endgültige Haarentfernung durch Zerstörung der Wachstumszone des Haares, zweitere die vorüber gehende Enthaarung durch chemische Zersetzung oder mechanische Entfernung. (Insofern ist der Begriff "Epiliergeräte" bei elektrischen Zupf-Instrumenten irreführend, denn das ausgerupfte Haar wächst leider nach.)

Insbesondere die Epilation, die mit Strom, Laser oder Ultraschall durchgeführt wird, überlässt man besser Fachleuten. In unserem Test haben wir uns daher nur den Methoden unterzogen, die jede(r) selbst zuhause anwenden kann: elektrische Depiliergeräte, Enthaarungscremes, Kalt- und Warmwachs in verschiedenen Ausführungen sowie eine Art Schmirgelpapier. Nicht berücksichtigt wurde das wohl meistverwendete Enthaarungsinstrument, der Einwegrasierer, da sowohl die Fülle der angebotenen Modelle als auch die eher geringen Unterschiede den Rahmen dieses Tests gesprengt hätten. Da neben den Achselhöhlen die Beine, und zwar vom Knie abwärts, die meist-depilierten Körperteile sind, haben wir uns im Test auf sie beschränkt. Daher mag ein als "erträglich" beschriebener Schmerz an anderen Stellen, etwa der Bikinzone, deutlich unangenehmer empfunden werden. Apropos Schmerz: Um herauszufinden, wie es um das Motto "Ein Indianer kennt keinen Schmerz" tatsächlich bestellt ist, haben wir neben drei kompetente Frauen auch einen Vertreter des so genannten starken Geschlechts mit repräsentativem Wadelwildwuchs in unsere Test-Truppe berufen. (Männer mögen vielleicht Experten auf dem Gebiet der Gesichtsrasur sein, aber beim Thema Haarentfernung an den Beinen können die wenigsten mitreden - Mel Gibson seit Was Frauen wollen ausgenommen.)

Die Kriterien:
Wie gründlich werden die Haare entfernt, wie schnell
wachsen sie wieder nach?

Wie einfach/schwierig ist die Handhabung?

Wie schmerzhaft ist die Prozedur?

Wie steht es um das Preis-Leistungsverhältnis?

Wie wirkt sich die Behandlung auf die Haut aus?

Zum Ergebnis

Von Marie-Thérèse Gudenus
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