Keine Gebühr für Zahlungen mit Kreditkarte

10. August 2001, 18:19
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Brüssel -Die EU-Kommission hat am Freitag das Diskriminierungsverbot im Bereich der Kreditkarten als mit den Wettbewerbsvorschriften vereinbar erklärt. Dieses Verbot ist in den Bestimmungen des internationalen Visa-Kartensystems enthalten und untersagt es Einzelhändlern, von den Kunden eine Gebühr für die Bezahlung per Visakarte zu verlangen oder bei Barzahlung Rabatt zu gewähren. Das sei die erste kartellrechtliche Entscheidung der Kommission im Bereich der internationalen Bezahlkarten, hieß es.

Aufhebung brächte nicht mehr Wettbewerbs

"Obwohl nach Ansicht der Kommission das Diskriminierungsverbot die Freiheit der Einzelhändler beschneidet, einen Teil ihrer Kosten auf die Karteninhaber abzuwälzen, und den Wettbewerb einschränken kann, zeigt die praktische Erfahrung, dass durch die Aufhebung dieser Regel der Wettbewerb nicht nennenswert zunehmen würde", erklärte EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti. (APA)

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