Statt Sex in der Luft - Entführungsversuch

10. August 2001, 17:50
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Speziell umgebaute Maschine des "Mile High Club" verschollen

Washington - Ein Paar, das im US-Bundesstaat Florida ein Charterflugzeug gemietet hat, das speziell für Sex in luftiger Höhe umgebaut wurde, ist bei einem gescheiterten Entführungsversuch nach Kuba vermutlich ums Leben gekommen. Das Paar hatte von dem in Key West ansässigen "Mile High Club" eine Maschine für einen einstündigen Rundflug gechartert, berichtete der "Miami Herald" am Freitag. Der Club hat die Piper Cherokee mit einer Couch ausgestattet und außerdem eine Extra-Trennwand zum Cockpit eingebaut, um den Fluggästen "Privatsphäre" zu geben.

Nach Angaben der örtlichen Ermittler ist der etwa 50-jährige aus Lateinamerika stammende Mann nach 15 Minuten ins Cockpit eingedrungen und hat den Piloten mit einem Messer bedroht. Er verlangte, nach Kuba geflogen zu werden. Der Pilot wehrte sich und es kam zu einem Kampf, in dessen Verlauf der Steuerknüppel angebrochen sei, berichtete die Zeitung. Daraufhin habe der Pilot einen Notruf abgegeben und sei 50 Kilometer südlich von Key West mit dem Fallschirm abgesprungen. Er wurde leicht verletzt von der Küstenwache gerettet.

Von dem Flugzeug und dem Ehepaar fehlte am Freitag jede Spur. Es wurde davon ausgegangen, dass die beiden ums Leben kamen. (APA/dpa)

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